Mineralfreibad Oberes Bottwartal: Abkühlung unter Auflagen
Am 14. Juni öffnet das Mineralbad Oberes Bottwartal zwischen Oberstenfeld und Beilstein seine Tore. Die Badegäste müssen bei ihrem Besuch zahlreiche Vorschriften beachten.

Einige Freibäder in der Region haben ihre Tore bereits geöffnet - ab dem 14. Juni empfängt auch das Mineralbad Oberes Bottwartal wieder Badegäste. Kinder und Erwachsene können dann im Zweischichtsystem ihre Besuchszeiten buchen.
"Leider ist trotz der Öffnungsperspektive jedoch noch kein regulärer Badebetrieb möglich", weist Markus Kleemann auf Einschränkungen und organisatorische Änderungen hin, mit denen der Besuch verbunden ist.
Der Oberstenfelder Bürgermeister und Vorsitzende des Zweckverbands Mineralfreibad Oberes Bottwartal zeigt sich aber davon überzeugt, dass das Freibadteam trotz der Corona-Lage den Gästen Badespaß und Erholung bieten kann. Eine Kombination aus Hygienekonzept und interkommunaler Teststrategie soll die Badewilligen und alle Beteiligten so gut wie möglich schützen.
Maximal 1400 Badegäste am Tag
Im ersten Schritt der Öffnung dürfen sich höchstens 700 Freibadbesucher gleichzeitig auf dem Areal des zwischen Beilstein und Oberstenfeld gelegenen Bades aufhalten. Damit dennoch möglichst viele Menschen das Angebot nutzen können, wird es ein zweistufiges Schichtsystem geben. Die "Frühschicht" ist dabei täglich von 9 bis 13 Uhr, das zweite Zeitfenster von 14 bis 20 Uhr geöffnet. Nach Ablauf der gebuchten Schicht muss das Gelände wieder verlassen werden. So können 1400 Gäste pro Tag das Mineralbad nutzen.
Das hieße aber nicht, dass alle dann auch spontan in die Becken hüpfen können, betonen die Verantwortlichen. Das Hygienekonzept sieht vor, dass sich zur gleichen Zeit maximal 100 Personen im Schwimmer-, 200 im Nichtschwimmer- und 25 Personen im Kinderbecken aufhalten dürfen.
Nach den derzeit geltenden Regeln kann den Badespaß nur genießen, wer einen tagesaktuellen negativen Corona-Test, eine vollständige Impfung oder die Genesung von einer Corona-Infektion belegen kann. Der entsprechende Nachweis muss mitgebracht und unaufgefordert vorgezeigt werden. Für Kinder unter sechs Jahren entfällt die Testpflicht.
Ticketkauf nun auch online möglich
"Getreu dem Motto heute testen, morgen baden wollen wir die Besucher dazu bewegen, sich frühzeitig um einen Test zu bemühen", betonen die Verantwortlichen in einer Pressemitteilung. Kostenlose Tests ohne Voranmeldung sind montags bis samstags von 7.30 bis 17 Uhr und mittwochs bis 13 Uhr im Bürgerhaus Oberstenfeld möglich. Termine für das Testzentrum im Beilsteiner Hallenbad können online unter www.beilstein-testet.de gebucht werden. Die Einrichtung in der Langhansstadt ist auch an Sonn- und Feiertagen geöffnet.
Im gesamten Freibad gelten die Abstandsregeln; außer im Beckenbereich und auf der Liegewiese ist das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes Pflicht. Befreit sind davon nur Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr.
Auch, was die Eintrittskarten betrifft, ist in dieser Saison einiges anders: Die Tickets gibt es nicht mehr im Rathaus Oberstenfeld. Saisonkarten werden aufgrund der Pandemielage ebenfalls nicht angeboten. Einzel- und Familienkarten können dafür ab dem 12. Juni nun erstmals online gekauft werden.
Mit dem Ticketkauf auf der Homepage des Mineralfreibads Oberes Bottwartal muss sich der Badegast mit den Kontaktdaten aller Personen registrieren. Eine vorherige Reservierung ist aufgrund dieser Registrierungspflicht zwingend notwendig. Der Eintritt wird protokolliert. Gekaufte Eintrittskarten können nicht zurückgegeben oder umgetauscht werden.
Räte über Öffnung einig
Die Weichen für eine mögliche Öffnung des Freibads hatten die Gemeinderäte aus Oberstenfeld und Beilstein bereits zu Jahresbeginn in der Versammlung des Zweckverbandes gestellt. 2020 hatten einzelne Räte die Entscheidung für oder gegen eine Öffnung ungültig werden lassen, weil sie vom Beschluss ihres Gemeinderates abgewichen waren. Die Folge: Das Bad blieb geschlossen - sehr zum Unmut vieler Bürger. Die Bildung eines Verwaltungsrates sollte daraufhin verhindern, dass einzelne Räte den Zweckverband aushebeln können.
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