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Gesperrter Weg in Löwenstein sorgt bei Anwohnern für Ärger

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In Löwenstein ist der marode Katzelbuckelweg von der B39 in die Kernstadt aus Verkehrssicherungsgründen gesperrt. Anwohner pochen auf eine schnelle Sanierung.

Von Gustav Döttling
Seit Mitte Dezember 2021 ist der Katzenbuckelweg von der B39 zu den Hundsgärten und der Löwensteiner Kernstadt gesperrt.
Foto: Gustav Döttling
Seit Mitte Dezember 2021 ist der Katzenbuckelweg von der B39 zu den Hundsgärten und der Löwensteiner Kernstadt gesperrt. Foto: Gustav Döttling  Foto: Döttling, Gustav

Die Anwohnerfamilien in der Löwensteiner Vorhofstraße möchten, dass der marode Katzenbuckelweg, der nur wenige Meter nach der Spitzkehre beim Weingut Zipf in Serpentinen von der B39 zu den Hundsgärten und der Kernstadt führt, so schnell wie möglich saniert wird. "Wir brauchen diesen Weg. Das geht nicht, dass die Stadt diese Verbindung zur Kernstadt nicht saniert", sagt die 84-jährige Rentnerin Hildegard Mörz.

Sie gehe diesen Weg seit Jahr und Tag zum Einkaufen, sonntags zur Kirche und schon in ihrer Jugend zur Schule. "Der Weg ist seit über 30 Jahren in keinem guten Zustand", erzählt die Rentnerin. Nun müsse sie die stark befahrene B39 überqueren und den langen Umweg entlang der B39 in die Kernstadt nehmen.

Ärger über gesperrten Weg: Überqueren der B39 ist gefährlich

Weingutchef Jürgen Zipf und seine Frau Tanja machen sich seit der Sperrung Sorgen um die Sicherheit ihrer Tochter Inka. Als Schülerin müsse sie nun auf ihrem Weg zum Schulbus die B39 überqueren und den Umweg über den Stutz zur Bushaltestelle gegenüber dem Rathaus nehmen. Die Variante entlang der stark befahrenen B39 sei wesentlich gefährlicher als die Abkürzung über den Katzenbuckel, da der Gehweg keine Abgrenzung zur Fahrbahn habe. "Der Katzenbuckelweg ist nicht nur für die Anwohner der Vorhoferstraße ein wichtiger Verbindungsweg", sagt Jürgen Zipf.

 


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Weg nicht passierbar - auch für Touristen und Wanderer

Der Weg sei ein ausgewiesener Wanderweg und auch für Touristen und Leute, die aus der Kernstadt zu seinem Weingut kommen, eine kurze und sichere Route. Anfang des Jahres habe er im Rathaus angerufen und die Auskunft erhalten, dass der Weg aus Gründen der Verkehrssicherheit und Haftung bis auf Weiteres gesperrt bleibe, erklärt Zipf.

Auch Anwohner Volker Pongratz macht sich Sorgen um die Sicherheit seiner Tochter Leonie. Sie hat den Weg bisher täglich genutzt, um zur Bushaltestelle in der Stadtmitte zu laufen.

Gesperrte Abkürzung: Anwohner plant Unterschriftenaktion

Er selbst habe bisher die Abkürzung in die Stadt jeden zweiten Tag genutzt. Der Umweg über die B39 könne nicht die Lösung sein. "Der Weg muss auf jeden Fall gerichtet werden", sagt Pongratz. Dafür bereite er gerade eine Unterschriftenaktion vor.

Die Bilder, die Bauhofleiter Michael von Hanxleden jetzt im Gemeinderat vorführt, zeigen marode und bröckelnde Sandsteinstufen und Treppenfundamente, eiserne Bauklammern, die wie Stolperfallen in den Weg ragen und einen Weg, der schnell zuwachsen kann.

Weg gesperrt nach Hinweis von Wanderern

Er habe keine Lust, dass die Stadt wegen der nicht verkehrssicheren Sandsteinstufen verklagt werde, erklärt Bürgermeister Klaus Schifferer. Die Wegsperrung sei auf Hinweis von Wanderern erfolgt.

Die Frage sei, was mit dem Weg passieren soll, da im Haushalt 2022 keine Mittel ausgewiesen seien. "Der Weg ist eine wichtige fußläufige Anbindung an die Kernstadt und muss so schnell wie möglich wieder hergestellt werden", meinte Stadtrat Harald Koppenhöfer (Freie Wähler). "Ich bin derselben Meinung", sagte sein Fraktionskollege Alexander Fichtner und schlug eine Lösung durch den Bauhof vor. Die unterstützte auch Tobias Schock (Unabhängige Bürger). "Es muss geplant werden. Wir brauchen eine Absturzsicherung und kommen um die Vergabeordnung nicht herum, und wir müssen Haushaltsmittel einstellen", betonte der Bürgermeister.

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