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Bürgermeisterwahl Beilstein: Kandidat Georg Kobiela im Porträt

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Georg Kobiela ist ein Pragmatiker mit Lust auf Gestaltung. Der Physiker stammt aus der Langhansstadt und setzt als Bürgermeister-Kandidat für Beilstein auf das Thema Beteiligung.

Von Andreas Zwingmann
Als Bürgermeister will Georg Kobiela unter anderem Mehrgenerationen-Projekte fördern, etwa Kooperationen zwischen Seniorenheimen und Kitas.
Foto: privat
Als Bürgermeister will Georg Kobiela unter anderem Mehrgenerationen-Projekte fördern, etwa Kooperationen zwischen Seniorenheimen und Kitas. Foto: privat  Foto: Privat

Das Durchdenken von Strukturen, Prozessen und Entwicklungen ist beruflich das täglich Brot für Georg Kobiela. Diese Expertise will der 39-Jährige im Falle einer erfolgreichen Kandidatur für das Beilsteiner Bürgermeisteramt mit einbringen. Der promovierte Ökonom und Physiker arbeitet derzeit am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie, einer Denkfabrik für anwendungsorientierte Nachhaltigkeitsforschung.

"Komplexe Zusammenhänge sind ein Teil meines jetzigen Jobs", so Kobiela. Dabei habe er viel mit Ministerien und Kommunalverwaltungen zu tun und kenne deren Arbeit. Seine Weiterbildung zum Mediator hat er fast abgeschlossen. Dass er wie seine Mitbewerber kein gelernter Verwaltungsfachmann ist, sieht er mehr als Vorteil denn als Nachteil an. "Verwaltung kann man lernen", betont er, "die Lust darauf, das Zusammenleben in einer Kommune zu gestalten, muss man dagegen mitbringen." Dieser Gestaltungswille sei es auch, der ihn bewogen habe, sich zu bewerben.

In Beilstein aufgewachsen

Seiner Heimatstadt fühlt sich Kobiela nach wie vor eng verbunden. Er ist hier aufgewachsen und zur Schule gegangen. Durch seine Familie - seine Mutter Brigitte ist Stadträtin der Bürgerliste - und Freunde sei er noch oft hier. Ehe es ihn beruflich nach Wuppertal zog, arbeitete er als technischer Kundenbetreuer in der Entwicklungsabteilung beim Stuttgarter Automobilzulieferer Bosch. Dem Studium der Physik und Chemie schloss er in dieser Zeit ein Zweitstudium in den Fächern Politik und Wirtschaft an.

Bereits in seiner Jugend hat sich Georg Kobiela in Beilstein ehrenamtlich engagiert. Die Pfadfinder hat er hier mit aufgebaut, später trug er als deren stellvertretender Bundesvorsitzender Mitverantwortung für rund 4500 junge Menschen. Mitgenommen habe er aus dieser Zeit die Erkenntnis: "Man muss den Menschen was zutrauen, sie wachsen daran."

Fördermittel nutzen

Das Gestalten von Beteiligungsprozessen ziehe sich wie ein roter Faden durch sein Berufsleben, daher wolle er dies auch als Bürgermeister weiterführen: "Es kommt mir auf ein produktives Miteinander bei den anstehenden Entscheidungen an", betont Kobiela.

Beilstein könne vor dem Hintergrund seiner Haushaltslage "keine großen finanziellen Sprünge machen". Es gelte daher, gezielt Fördermittel zu nutzen. Nachhaltigkeit liegt dem Grünen-Mitglied, das als unabhängiger Kandidat antritt, besonders am Herzen. Diesen Aspekt will Kobiela auch bei der Entwicklung neuer Wohngebiete berücksichtigt sehen, die ausreichend bezahlbaren Wohnraum bieten sollen. Das sieht er als eine "wichtige Komponente, die die Stadt für Familien attraktiver macht". Nachhaltigkeit versteht er auch als Richtschnur für den sozialen Bereich, etwa wenn es um die Stärkung von Betreuungs-, Pflege- und Teilhabeangeboten für Senioren geht.

Als Herausforderung sieht Kobiela die Bemühungen, mehr Leben in die Innenstadt zu bringen. Dazu sei es notwendig, den Durchgangsverkehr zu reduzieren. Als Verwaltungschef möchte er die Teilorte stärker ins Boot holen und die Zusammenarbeit mit anderen Kommunen wie Oberstenfeld fördern.


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