Gelungene Afterwork-Veranstaltung in Neckarsulm – Wie es mit der Ballei weitergeht
Zur zweiten Afterwork-Veranstaltung war viel los auf der Terrasse der Ballei in Neckarsulm. Wie und in welchem Umfang es mit der Ballei weitergeht, ist indes offen und wird erst nach der Sommerpause vom Gemeinderat entschieden.

Kaum hat die Gastronomie auf der Ballei-Terrasse geöffnet, haben es sich Manuela de Noni und Claudia Wacker in den Strandstühlen an der Ballei-Terrasse gemütlich gemacht. Die eine mit einem Limoncello Spritz, die andere mit einem Aperol Spritz in der Hand. "Ein perfekter Abschluss für einen anstrengenden Arbeitstag", findet Manuela de Noni. Mit ihrer Kollegin ist sie sich einig: Klasse, dass hier Stände mit kulinarischen Angeboten und Sitzgelegenheiten die Fläche und damit die Stadt beleben. "Wir waren vor zwei Wochen schon mal hier, das war auch sehr schön", erzählen die beiden von der gelungenen Premiere mit sehr vielen Besuchern und der Band "Die 5 lustigen 4".
Afterwork auf der Ballei-Terrasse: Freude bei den Veranstaltern
500 bis 600 Besucher werden es dieses Mal, noch einmal mehr als beim Auftakt. DJ Lucky alias Uwe Horn aus Leingarten sorgt für die Musik. Die Fläche vor Neckarsulms guter Stube füllt sich zusehends. Das freut die beiden Veranstalter. Die Idee zu "Afterwork" hatte Christian Rausch, Inhaber des Restaurants Stadtgespräch, als er vor der Ballei auf einen Kunden wartete: Warum nicht den tollen Vorplatz nutzen? Schnell war Winzer Daniel Bauer, neuer Vorsitzender des Weinbauvereins, ins Boot geholt. Die Resonanz gibt ihnen Recht. Die Belebung ist höchst willkommen.
Zumindest im Moment. Wie und in welchem Umfang es mit der Ballei weitergeht, ist offen und wird erst nach der Sommerpause vom Gemeinderat entschieden. Bis zu 28,5 Millionen Euro könnte die umfassende Sanierung kosten.
Dass die finanzielle Lage letztendlich ausschlaggebend sein wird, kann Claudia Wacker nachvollziehen. "Trotzdem muss was für die Bürger bleiben." Ähnlich sieht es ein 65-jähriger Neckarsulmer, der mit einem 60-jährigen Freund am Biertisch sitzt: "Sporthalle, Kultursaal, eventuell auch wieder Restaurant: Die Ballei ist ein Stadtmittelpunkt." Zumal mit großem Parkhaus gleich daneben. Die Sanierung sei unbedingt notwendig, indessen finanziell abzuwägen. "Wie das laufen kann, hat man beim Aquatoll gesehen." Die Terrasse sei ein "guter Platz". Mit "Donnerstags in die City" und vielen Festen auf dem Marktplatz sei zwar genug geboten. Die Veranstaltung on top nehme man aber gerne mit.
Ballei-Küche ist baufällig – Nächstes Jahr soll durchgestartet werden
"Wir hoffen, nächstes Jahr regelmäßig durchzustarten", sagt Christian Rausch. Er hat das Catering des Kultursaals zum 1. April übernommen, kurz danach Restaurant und Deutschordenssaal. Gekocht wird im Stadtgespräch, weil die Balleiküche baufällig ist. Warmes Büffet geht gut. Rausch setzt darauf, "dass was neues Gutes kommt". Auch Daniel Bauer wartet gespannt ab. Aus unternehmerischer Sicht könne er die Bedenken zur Machbarkeit nachvollziehen. Zugleich spielt der Vater von zwei Mädchen mit fünf und sechs Jahren ebenfalls auf die Schließung des Aquatolls an. Sie habe schon sehr weh getan.
Investitionen in die Bowlingbahn, Sanierung des Sporthallenbodens und Abdichtungsarbeiten auf dem Vorplatz: Was die bereits erfolgten Sanierungsarbeiten für eine grundsätzliche Entscheidung bedeuten, möchte Daniel Bürkle nicht bewerten. Die Belebung auf der Ballei-Terrasse durch die Afterwork-Aktion findet der Citymanager dagegen sehr gelungen. Nachdem die Stadt auf dem Marktplatz selbst eine Afterwork-Party veranstaltet habe und es ab der kommenden Woche viermal "Donnerstags in die City" gebe, bedeute dies sieben Events in Folge. Er lobt: "Die beiden machen als Mitglieder des Runden Tischs vor, was wir mit der Aktion ,Aufbruch Innenstadt Neckarsulm" erreichen wollen."
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