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Rektorin: Sechszügige Neckarsulmer Realschule ist zu groß

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Neckarsulm diskutiert: Zwar ist das Anmeldeverfahren für die nächsten Fünfklässler längst nicht abgeschlossen. Es steht aber fest, dass die Hermann-Greiner-Realschule nicht alle Wünsche erfüllen kann.

Mit dem Bau des neuen Schulgebäudes soll es Anfang 2022 losgehen. Visualisierung: Peter Groß, Hoch- und Generalbau GmbH & Co.KG, Stuttgart/a+r Architekten GmbH, Stuttgart/Tübingen
Mit dem Bau des neuen Schulgebäudes soll es Anfang 2022 losgehen. Visualisierung: Peter Groß, Hoch- und Generalbau GmbH & Co.KG, Stuttgart/a+r Architekten GmbH, Stuttgart/Tübingen  Foto: privat

Der Schulstandort Neckarsulm hat seine große Diskussion: Die Hermann-Greiner-Realschule (HGR) ist etabliert - aber voll. Und sie kann nicht erweitert werden. Abhilfe in der Stadt soll die Franz-Binder-Verbundschule schaffen, die die Bildungsgänge Werkreal-, Real- und Gemeinschaftsschule bietet. Nur: Erste Wahl für viele Familien bleibt neben dem Albert-Schweitzer-Gymnasium die HGR. Nach den Sommerferien können jedoch nicht alle Wünsche berücksichtigt werden. Ein paar Kinder, die nach der Grundschule an die HGR wollten, müssen an eine andere Realschule.


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Die genauen Zahlen bleiben noch unter Verschluss

Konkrete Zahlen dürfen weder die Schulverantwortlichen noch die Stadtverwaltung nennen. Das betont Oberbürgermeister Steffen Hertwig. So viel lässt der Rathauschef allerdings raus: Die HGR startet mit drei fünften Klassen, an der Verbundschule rechnet er mit vier. Es seien wieder zwei Gemeinschaftsschul- und eine Realschulklasse, auf ausreichend Kinder für die Werkrealschul-Klasse hofft er ebenfalls.

Wegen der Sanierung fallen Klassen weg

Sechs Abschlussklassen verlassen die HGR, trotzdem geht es dort nur mit drei los. Viele Kommunen, die ihre Schulen sanieren, reduzierten die Anzahl der Klassen, weiß Doris Wohlfahrt, die im Rathaus das Amt für Bildung und Soziales leitet. Man wolle neben den Arbeiten noch gute pädagogische Arbeit leisten. Oberbürgermeister Steffen Hertwig berichtet von der Sanierung, die sich in die Länge zieht.


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Mittlerweile appelliere auch das Regierungspräsidium an die Stadt, die Arbeiten so schnell wie möglich abzuschließen. Das gelinge am besten, "wenn es Luft zum Atmen gibt". Schon jetzt gebe es Wanderklassen und Container. Natürlich könne man mehr Kinder an der HGR irgendwie unterrichten, sagt der OB. Hertwig: "Irgendwie ist kein Ansatz."

Die Sanierung der Realschule zieht sich in die Länge

Nach der Sanierung wird die HGR viereinhalbzügig sein. Die Sanierung begann 2017. Der OB hofft, dass die Schule 2026 fertig ist. Zuletzt wurden die Kosten mit 18,1 Millionen Euro angegeben. Laut Stadtsprecher Andreas Bracht umfassen sie "jedoch nicht die aktuellen, unvorhersehbaren Entwicklungen der Bau- und Materialpreise".

Vor Jahren war die HGR sechszügig. "Das waren zu viel", sagt HGR-Rektorin Susanne Mugele. Sie bekennt sich zur Verbundschule für die Stadt: "Ja, die braucht man." Antje David, Leiterin der Verbundschule, berichtet von den Schwierigkeiten, während Corona den Kinder und Eltern ihre Schule vorzustellen. Sie weiß, dass manche Eltern eine "reine Realschule" wollten - auch wenn unklar sei, was damit eigentlich gemeint sei. Wenn sich Familien ihre Schule angeschaut hätten, seien sie begeistert gewesen.

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