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Italienisches Restaurant

"Calo's" in Bad Friedrichshall: Hier gibt's Riesenravioli im historischen Bahnhof

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Der Brackenheimer Calogero Avenia hat sich im historischen Bahnhof in Bad Friedrichshall Kochendorf einen Traum erfüllt. Im italienischen Restaurant "Calo's" trifft sizilianische Küche auf regionale Produkte.

von Julian Ruf
Im alten Bahnhofsgebäude Kochendorf (bei der S-Bahn Haltestelle Kochendorf) hat ein Italiener eröffnet.
Im alten Bahnhofsgebäude Kochendorf (bei der S-Bahn Haltestelle Kochendorf) hat ein Italiener eröffnet.  Foto: Christiana Kunz

Einst war es ein Bahnhof, später ein Obdachlosenheim, dann stand es lange Zeit leer. Das historische Bahnhofsgebäude in Kochendorf, das um 1865 errichtet wurde, hat eine lange Geschichte. Diese Geschichte ist seit Anfang Juni um ein Kapitel reicher: Der 29-jährige Calogero Avenia hat sich in dem alten Sandsteingebäude am Miklos-Klein-Platz, unweit der Kochendorfer S-Bahn-Haltestelle, den Traum vom eigenen italienischen Restaurant erfüllt. Bis dahin war es für den Brackenheimer, der familiäre Wurzeln in Neapel und Sizilien hat, ein langer Weg. Zuvor hat er für einige Jahre ein Eiscafé betrieben. 
 
"Eigentlich sollte schon im Jahr 2020 ein Restaurant hier einziehen. Dann kam Corona", sagt Marcus Dürrwang. Dürrwang ist Eigentümer des alten Bahnhofsgebäudes und konnte vor einigen Jahren die Stadt Bad Friedrichshall mit seinem Nutzungskonzept überzeugen. Er bekam den Kaufzuschlag und investierte viel Geld in das Gebäude. "Alles wurde auf einen modernen Stand gebracht und zusätzlich ein großer Wintergarten angebaut. Die Fassade musste weitestgehend erhalten bleiben, denn das Gebäude steht unter Denkmalschutz."

Das Restaurant im historischen Bahnhof in Bad Friedrichshall bietet ein außergewöhnliches Flair

Als Gespann aus Verpächter und Wirt haben Dürrwang und Avenia nun gemeinsam das Restaurant "Calo's" ins Leben gerufen. Der Name leitet sich aus dem Spitznamen Avenias ab, der von Freunden oft Calo gerufen wird. "Das hier ist eine einzigartige Location. Man ist ungestört, kann Events und Hochzeiten feiern. Nach so einem Ort habe ich lange gesucht", sagt Avenia stolz. "Nachdem das fertig renovierte Gebäude zwei Jahre lang leer stand, ist es jetzt sozusagen aus dem Dornröschenschlaf erwacht." 



 
Dass es sich um ein besonderes Gebäude handelt, wird jedem Besucher beim Eintritt sofort bewusst. Aufgrund der historischen Bauweise sind die Decken des Restaurants mehrere Meter hoch. Im atmosphärisch anmutenden Eingangsbereich sind alte Wasserspender in Szene gesetzt. Die brandneue Einrichtung versprüht zwar Modernität, aber überlagert nicht die hallenartige Architektur des früheren Bahnhofs.

Kulinarische Highlights im italienischen Restaurant

Eine weitere Besonderheit ist, dass direkt hinter dem Gebäude Züge und die S-Bahn vorbeifahren. Eine Tatsache, von der die Gäste im Innenbereich aber kaum etwas merken, wie Dürrwang und Avenia betonen. Die Dämmung sei hervorragend. "Wir haben derzeit Platz für 70 Gäste. Im Außenbereich kommen nochmal weitere 50 Sitzplätze dazu", sagt Avenia. Regelmäßig sorgen Musiker im Restaurant für abendliche Unterhaltung. "Wir bieten 'Jazz und Dining' an, haben aber auch viele andere Musiker im Programm", so Avenia. Die Resonanz nach den ersten Monaten sei insgesamt als sehr gut zu bezeichnen.


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"Wir legen sehr großen Wert auf gehobene Küche und stellen unsere eigene Pasta her", sagt der Wirt. "Bei uns kommen neben Mehl aus Neapel, Tomaten aus San Marzano zum Beispiel auch Fior di Latte Mozzarella zum Einsatz. Diese sizilianischen Einflüsse werden kombiniert mit Produkten hier aus der Region." Eine Empfehlung des Hauses sind derzeit die Riesenravioli, gefüllt mit Mortadella, Ricotta und Pistazien. Dazu gibt es eine feine Salbei-Butter-Vinaigrette mit Rucola und Parmesan. "Nicht zu verachten sind natürlich auch unsere italienischen Weine."

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