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Bürgermeisterwahl Neudenau: Kandidat Christoph Hamberger im Porträt

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Vor der Bürgermeisterwahl in Neudenau am 5. März: Für den Posten interessiert sich Christoph Hamberger. Das sind seine Ziele.

Christoph Hamberger will Bürgermeister von Neudenau werden, mit seiner Familie wohnt er im Stadtteil Herbolzheim. Bis Ende des Jahres 2022 leitete er im Rathaus das Bauamt, dann kam die Umstrukturierung durch den Bürgermeister.
Christoph Hamberger will Bürgermeister von Neudenau werden, mit seiner Familie wohnt er im Stadtteil Herbolzheim. Bis Ende des Jahres 2022 leitete er im Rathaus das Bauamt, dann kam die Umstrukturierung durch den Bürgermeister.  Foto: Seidel, Ralf

Neudenau bekommt einen neuen Bürgermeister: Manfred Hebeiß hört im Mai nach 24 Jahren auf, um seine Nachfolge bewerben sich vier Männer: Christoph Hamberger, der im Stadtteil Herbolzheim wohnt, hat seine Kandidatur als zweites erklärt. Mit ihm auf den Stimmzetteln stehen Jochen Hoffer aus Neudenau, Stefan Emert aus Siglingen und Sebastian Müller aus Mainhardt.

Christoph Hamberger wirbt mit zahlreichen Mitteln um Stimmen

Christoph Hamberger scheut im Wahlkampf keine Mühen. Blöcke und Kugelschreiber verteilt er als Werbung, seine Broschüre ist so umfassend, dass sich selbst Wahlkämpfer in deutlich größeren Städten eine Scheibe abschneiden könnten. "Ich wohne hier, ich arbeite seit vielen Jahren für die Gemeinde, habe Verantwortung für die Gemeinde", begründet der 39-jährige Familienvater seine Kandidatur.

Bis zur Umstrukturierung der Verwaltung durch Bürgermeister Manfred Hebeiß leitete er das Bauamt - "das Herzstück der Verwaltung", wie er diese Abteilung nennt. Da sehe man, was sich bewege.

Die Stadt ist stets auf Zuschüsse angewiesen

Der Kandidat bezeichnet sich als jemand, der neue Zuschussprogramme schnell erkenne. Froh ist er über das EU-Förderprogramm Leader, über das Neudenau "neue Handlungsmöglichkeiten" erhalte. Finanziell gefördert werde der neue Kindergarten in Siglingen, auch bei der finanziellen Unterstützung der Schulinvestitionen sehe es "nicht ganz schlecht" aus, sagt Christoph Hamberger. "Wir sind auf Kofinanzierung angewiesen." Damit verdeutlicht der Bewerber, dass die Stadt für große Investitionen immer finanzielle Hilfen benötigen werde. Große Einnahmen aus der Gewerbesteuer gebe es nicht. "Wir sind eine finanzschwache, ländliche Gemeinde."

Christoph Hamberger will mehrere Schwerpunkte setzen. Die Unterstützung für Vereine will er auf ein neues Fundament stellen und hierüber mit dem Gemeinderat reden. Bei Festen mit dem Bauhof zu unterstützen, das kann er sich vorstellen. Aber es geht ihm auch um finanzielle Förderung. Auch einen Neujahrsempfang oder einen Ehrenamtstag hält er für machbar. Der Bereich Umwelt und Natur ist ihm ebenfalls wichtig. Dem Verein Waldnetzwerk will er mit der Stadt beitreten, den Kindern die Natur erlebbar machen.

Das soll sich im Rathaus ändern

Verbesserungen verspricht Christoph Hamberger bei der Stadtverwaltung. Über veränderte Öffnungszeiten will er genauso reden wie über die Online-Terminvergabe. So könne man beispielsweise steuern, dass Besucher auch zu den weniger frequentierten Zeiten kommen. Neudenau soll Heimat für Familien sein. Dafür müsse man auch als ländliche Gemeinde den Menschen etwas bieten, sagt der Herbolzheimer. Für ihn gehören hier gute Kitas genauso dazu wie die Schulen. Für die Spielplätze regt er eine Konzeption an: Flächen seien "wenig attraktiv", so seine Analyse. Vorstellbar ist für ihn eine Anlage in der Dimension der sogenannten Alla-Hopp-Spielplätze, hinter denen die Dietmar-Hopp-Stiftung steht. Stiftungen gebe es auch in der Region, auch in Neudenau.

Die Grundversorgung will Christoph Hamberger sicherstellen. Siglingen hat nichts. Dort könnte der Dorfplatz so saniert werden, dass ein Wochenmarkt Station macht, überlegt er. Mit der Altstadt ist Neudenau in der Stadtsanierung. Ins Schloss soll investiert werden, auch im Heimatmuseum soll sich aus Sicht von Christoph Hamberger etwas tun. "Es fristet ein Schattendasein." Mit Führungen können Touristen angesprochen werden, die Frequenz in die Stadt brächten. Solche Touren könnten im Schloss enden.

Durch die wirtschaftliche Entwicklung gebe es einen Druck auf den Wohnungsmarkt. Man müsse auch Mehrfamilienhäuser schaffen sowie geförderten Wohnraum. Grundstücke in neuen Baugebieten will er nicht mehr nach dem Windhundprinzip vergeben.

Das ist die weitere Berichterstattung

Jochen Hoffer, Christoph Hamberger und Stefan Emert werden im Laufe der Tage porträtiert. Sebastian Müller hat auf Anfrage per E-Mail geantwortet: Er sei auf Seminar "und sehr eingespannt". Ende der Woche will sich der Mainhardter melden.


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