Rewe-Einkaufsmarkt wird nach Abriss neu aufgebaut
Ein Jahr wird Bad Wimpfen auf seinen Rewe-Markt im Tal verzichten müssen. Allerdings erst nach Weihnachten. Was genau für den Neubau geplant ist und wie es in den anderen Kommunen im nördlichen Landkreis rund ums Thema Supermärkte steht.

Der Rewe-Markt in der Brühlstraße in Bad Wimpfen wird abgerissen und neu aufgebaut. Im technischen Ausschuss Bad Wimpfen haben die Mitglieder um Bürgermeister Andreas Zaffran einstimmig die Zustimmung zu Abriss und Neubau des Supermarkts beschlossen. Der Vollsortimenter soll nach Weihnachten abgebrochen und durch einen neuen mit eingegliederter Bäckerei ersetzt werden. Die Bauzeit betrage laut Prognose der Bauherren "ziemlich genau ein Jahr", wie Zaffran erklärte. Das Weihnachtsgeschäft wolle der Markt noch mitnehmen.
Wie geht es in der Nahversorgung weiter?
Wie es in der Nahversorgung im Tal während der Bauzeit weitergeht? Rewe-Sprecherin Susanne Münch versicherte, dass das lange Öffnungszeitenkonzept - täglich bis 24 Uhr - auch nach der Wiedereröffnung erhalten bleibe: "In Bad Wimpfen kaufen die Kunden gerne in den Abendstunden ein", die Spätöffnung sei wirtschaftlich rentabel. Das 45-köpfige Marktteam werde im Zeitraum der Schließung in umliegenden Märkten im Einsatz sein. "Zusätzlich entstehen vor Ort etwa zehn neue Arbeitsplätze."
Thomas Rom vom Amt für Bauen und Umweltschutz legte den Plan im technischen Ausschuss vor. Nicht nur der Architektur sondern auch den Themen Photovoltaik und Klimaschutz werde Rechnung getragen. Auf dem Parkplatz sind Photovoltaik-Carports in Planung.
Das planen Möckmühl, Neudenau und Widdern
Das Thema Nahversorgung ist auch in anderen Kommunen des nördlichen Landkreises ein großes Thema. In Möckmühl kann der lange ersehnteVollsortimenter auf dem Gelände eines ehemaligen Autohauses beim Einkaufszentrum gebaut werden. Der Hauptnutzer steht fest: Edeka zieht ein und vergrößert sich damit am Standort Möckmühl. Der Discounter Penny bekommt ebenfalls einen Neubau. Gemeinderat und Stadtverwaltung haben schon seit Jahren gehofft, dass das Projekt umgesetzt wird. Zuletzt hatte es sich wegen der Frage nach dem genauen Standort verzögert.
Die Edeka-Vergrößerung spielte fürs Jagsttal eine Rolle: Geprüft wurde im Rahmen des rechtlichen Verfahrens, ob sich eine größere Filiale in Möckmühl negativ auf den Dorfladen in Jagsthausen auswirkt. Wäre das der Fall, wären die Pläne in Möckmühl womöglich abgelehnt worden. Experten gehen aber davon aus, dass der Lebensmittelladen in Jagsthausen weiterhin im Bestand gesichert ist.
Auch in Neudenau tut sich etwas bei der Nahversorgung: Netto will wachsen, der Gemeinderat bereitet derzeit einen erforderlichen Bebauungsplan vor. Für den größeren Markt fallen einige Parkplätze weg. Unklar ist derzeit, wie es in Widdern mit der örtlichen Nahversorgung weitergeht. Auf "deutliche Veränderungen der örtlichen Nahversorgung" hat das Rathaus Widdern bereits den Gemeinderat vorbereitet. Im Haushaltsplan heißt es, dass es im laufenden Jahr dazu kommen könnte. Die Verwaltung schreibt in den Ausführungen zum Budget: "Hier steht die Stadt in einer politischen und strukturellen Verantwortung, eine Zukunftslösung zu erarbeiten." Um die Immobilie zu sichern, will die Verwaltung einen größeren Betrag im Haushalt einstellen. Worum es genau geht, ist unklar. Edeka wollte sich dazu zuletzt nicht öffentlich äußern.
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