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Transformation bei Audi wird für die Beschäftigen eine Geduldsprobe

  
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Audi baut tausende Stellen ab und schafft quer durchs Unternehmen neue Strukturen. Es wird aber noch etliche Jahre dauern, bis die VW-Tochter wieder erfolgreicher sein wird, glaubt unser Autor.

Dass bei Audi tausende Stellen wegfallen und an jeder Ecke gespart werden muss, ist für viele schmerzlich. Aber ein Weiter-so darf und wird es bei der VW-Tochter nicht geben.
Dass bei Audi tausende Stellen wegfallen und an jeder Ecke gespart werden muss, ist für viele schmerzlich. Aber ein Weiter-so darf und wird es bei der VW-Tochter nicht geben.  Foto: Sven Hoppe

Mehr als zehn Jahre sind seit dem Auffliegen des Dieselskandals vergangen. Davon hat sich Audi bis heute nicht richtig erholt und wirkt nach wie vor ziemlich aus der Bahn geworfen. Etliche Wechsel im Vorstand haben nicht gerade zur Stabilität beigetragen.

Dazu ist die Welt eine völlig andere geworden. Da reicht nur ein Blick nach China: Das Reich der Mitte war einst eine Gelddruckmaschine für die Marke mit den vier Ringen. Heute sucht der Autobauer händeringend den Anschluss an die neue Konkurrenz.

Audi ist aktuell mehr schwerfälliger Tanker als wendiges Speedboot

In der erfolgreichen Zeit nach der Jahrtausendwende, als Audi von Rekord zu Rekord raste, hat sich das Unternehmen bildlich gesprochen etwas Fett angegessen. Nun aber muss der Speck dringend runter. Audi muss wieder agiler werden. Klar: Ein Unternehmen mit mehr als 80.000 Beschäftigten rund um den Globus ist eher ein schwerfälliger Tanker als ein wendiges Speedboot.

Doch ein Anfang ist gemacht. Dass Tausende Stellen wegfallen und an jeder Ecke gespart werden muss, ist für viele schmerzlich. Aber ein Weiter-so darf und wird es bei der VW-Tochter nicht geben. Und man darf sich auch nichts vormachen: Zwar sind viele Weichen gestellt, aber der Erfolg kommt nicht über Nacht zurück. Die Beschäftigen werden einen langen Atem brauchen, bis Audi zu alter Stärke zurückfindet.

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