Keine Alternative zur Klinik-Schließung in Löwenstein 

  
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Die Klinik Löwenstein zu schließen, ist zwar bedauerlich, aber nachvollziehbar, meint unser Autor.


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Die Krankenhauslandschaft ändert sich rasant - jetzt trifft es also auch Löwenstein. Doch diese Verlagerung der Abteilungen und letztlich das Ende des traditionsreichen Hauses sind anders zu sehen als die Schließungen in Möckmühl, Brackenheim oder Künzelsau. Denn dabei handelte es sich um Kliniken, die als Vollversorger fast alle medizinischen Bereiche abdeckten, im Falle von Löwenstein ist es eine Spezialklinik, deren (Doppel-)Strukturen im SLK-Gefüge bei den Veränderungen auf dem Gesundheitssektor mittelfristig nicht mehr zeitgemäß sind.

Dabei werden keine Stellen abgebaut und keine Leistungen gestrichen. Es werden viel mehr  Synergieeffekte sinnvollerweise genutzt. Und die geplanten Rochaden betreffen nicht nur Löwenstein, sondern alle Häuser des SLK-Verbundes. Wobei es da bei einigen Umzügen, gerade von teilweise erst neu gebauten Abteilungen, noch hitzige Diskussionen geben wird.

Unpopuläre Entscheidungen

Fakt ist: Die Finanzierungen der Krankenhäuser sind fast überall bundesweit in Schieflage geraten. Bislang war das in Heilbronn, Bad Friedrichshall und Löwenstein noch nicht der Fall, weil man hier rechtzeitig seine Hausaufgaben erledigt und auch unpopuläre Entscheidungen getroffen hat. Verantwortliche haben sich nicht populistischen Forderungen gebeugt, sondern sie hatten das große Ganze im Blick.

Sinnvolle Medizinstrategie

Um das hohe Niveau der Gesundheitsversorgung in unserer Region zu halten, müssen sich die SLK-Kliniken neu aufstellen. Daher ist die Medizinstrategie 2030 eine vernünftige Konzeption. Es wird agiert, solange man das Heft des Handelns selbst in der Hand hat.

Dass dies der Fall ist, das machen geplante Investitionen in Neubauten am Standort Bad Friedrichshall deutlich. Auch wenn ein Umzug für Teile der Mitarbeiter bedauerlich ist, so ist die Entscheidung vor dem Hintergrund der medizinischen und gesundheitspolitischen Entwicklung nötig und folgerichtig. 

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