Mehr Wildfischer am Neckar und in der Region – Kontrollen und Aufklärung nötig
Schwarzangeln gilt vielen als Kavaliersdelikt, doch es schadet Tieren, Natur und Vereinen. Warum klare Regeln und mehr Kontrollen nötig sind, meint unser Autor.

Es klingt verlockend: sonniger Nachmittag, stiller See, kurz die Angel ausgeworfen – und mit etwas Glück liegt der „eigene“ Fisch später auf dem Tisch. Was soll da schon dabei sein? Doch halt: Wer ohne Erlaubnis fischt, begeht keine harmlose Freizeitbeschäftigung, sondern Wilderei – mit teils fatalen Folgen für Natur, Tiere und Vereine.
In der Region beobachten Angelvereine immer häufiger solche Fälle. Der Trend Schwarzangeln hat über die Jahre zugenommen.
Schwarzangeln kein Randphänomen mehr: Was man dagegen tun könnte
Fischereivereine investieren viel Zeit, Geld und Engagement, um gesunde Bestände aufzubauen und die Gewässer sauber zu halten. Wenn Unbefugte dort Fische fangen oder Fallen auslegen, zerstören sie diese Arbeit im Handumdrehen. Noch schlimmer: Zurückgelassene Angelschnüre, Haken oder Reusen werden zur tödlichen Falle für Fische und Wasservögel. Dass Tiere qualvoll verenden, ist keine Seltenheit.
Die steigende Zahl solcher Fälle – wie in Leingarten oder am Neckar – zeigt: Schwarzangeln ist längst kein Randphänomen mehr. Es braucht deshalb mehr Präsenz an den Gewässern – häufigere Kontrollen, aber auch gezielte Aufklärung. Vielen ist vermutlich gar nicht bewusst, dass man an allen Seen und Bächen in Deutschland einen Angelschein und eine Lizenz benötigt. Deutlich sichtbare Hinweisschilder könnten helfen, Ausreden und die Haltung „Wird schon keiner merken“ zu entkräften. Dabei wäre alles ganz einfach: Wer angeln will, kann in wenigen Wochen einen Angelschein erwerben – und ganz legal loslegen.
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