1000-Euro-Prämie verursacht mehr Frust als Jubel

  
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Vor allem für kommunale Arbeitgeber ist die Zahlung einer Prämie unrealistisch. Für viele Beschäftigte wird es also keine Entlastung geben, meint unsere Autorin.


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1000 Euro vom Arbeitgeber geschenkt und das auch noch steuerfrei. In Zeiten, wo Insolvenz- und Krisenmeldungen aus der Wirtschaft die täglichen Schlagzeilen beherrschen, klingt eine solche Ankündigung aus Berlin viel zu schön, um wahr zu sein. Und das ist sie auch.

Die meisten kommunalen Haushalte haben ein dickes Minus

Während es einzelne Unternehmen geben mag, die sich eine solche Prämie leisten können, gilt das für die Kommunen im Land nicht. Auch in der Region Heilbronn weisen die meisten kommunalen Haushalte ein dickes Minus aus. Das Geld reicht gerade einmal für die Pflichtaufgaben. Die laufenden Kosten der Verwaltungen fressen die Rücklagen, sofern es diese überhaupt gibt. Der größte Batzen auf der Ausgabenseite sind im Übrigen bereits ohne Prämien die Personalkosten.

Um den Negativtrend abzumildern, beschließen Gemeinderäte Sparpläne, erhöhen Betreuungskosten und Hebesätze. Das Ergebnis: viel Unzufriedenheit in der Bevölkerung.   

Bundesregierung lässt Kommunen im Regen stehen

In dieser Lage sollen Städte und Gemeinden nun Milliarden Euro für Mitarbeiter-Prämien ausgeben? Wie soll das gehen? Damit lässt die Bundesregierung die Kommunen im Regen stehen. Einen Plan zur Gegenfinanzierung gibt es bisher nur für den eigenen Steuerverlust.  

Wenn das so bleibt, wird die 1000-Euro-Prämie mehr Frust als Jubelschreie verursachen. Den Ärger kriegen die Arbeitgeber ab. Entlastung bringt das niemandem.    

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