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Kein Radioempfang im Schemelsbergtunnel? Das steckt dahinter

  
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Der Radioempfang im Schemelsbergtunnel zwischen Heilbronn und dem Weinsberger Tal ist zurzeit gestört. Woran liegt es?


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Mancher Stimme-Leser wundert sich – und hat sich deshalb an unsere Redaktion gewandt. Zwar weist bei der Einfahrt in den kürzlich generalsanierten Schemelsbergtunnel zwischen Heilbronn und dem Weinsberger Tal ein Schild darauf hin, das Radio einzuschalten. Doch wenn man in der B39-Röhre drin ist, kommt nur ein diffuses Rauschen aus dem Lautsprecher. 

Schemelsbergtunnel: Frequenzmodul ist gestört

Wir haben im Landratsamt nachgefragt, was dahintersteckt. Denn der Landkreis Heilbronn ist für den Betrieb des Tunnels zuständig, den pro Tag rund 20.000 Fahrzeuge durchqueren. „Grund für den fehlenden Radioempfang im Schemelsbergtunnel ist, dass das Frequenzmodul zur Entkoppelung der Radiofrequenzen zurzeit gestört ist“, teilt Michael Brand von der Pressestelle des Landratsamts mit. Doch Abhilfe naht: „Sobald das Ersatzmodul eintrifft, wird es getauscht.“ Dann sollten alle Verkehrsteilnehmer störungsfrei Radio hören können.


Radioempfang im Schemelsbergtunnel: Es kommt auch auf die Leistungsfähigkeit an

Auffällig ist: Nicht bei allen Autofahrern rauscht das Radio beim Passieren der Röhre. Bei manchen ist der Empfang nur in der Tunnelmitte beeinträchtigt, wieder andere können problemlos auf den gesamten 676 Metern ihren Sender hören. Das hat laut Landratsamtssprecher Brand damit zu tun, wie leistungsfähig ein Autoradio ist. 

Der Schemelsbergtunnel war lange Zeit eine Großbaustelle und 14 Monate lang voll gesperrt. Die Betriebs- und Sicherheitstechnik wurde komplett erneuert, außerdem wurde parallel zum einröhrigen Tunnel ein Rettungsstollen gebaut. Dieser dient als Fluchtweg für Verkehrsteilnehmer, falls es im Tunnel einmal brennen sollte und sie ihre Fahrzeuge verlassen müssen. Insgesamt wurden knapp 42 Millionen Euro investiert. Am 26. Februar wurde das Bauwerk wieder für den Verkehr freigegeben. 

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