Innenstadtflächen sind zu schade für Parkplätze
Aus dem Fahrzeug wird oft ein Steh-Zeug: 23 Stunden am Tag beansprucht das Auto Platz, der eigentlich besser genutzt werden kann.

Man könnte meinen, dass niemand mit den fast 50 Millionen Autos fährt, die es in Deutschland gibt. Das Fahrzeug ist die meiste Zeit ein Stehzeug – manche Studien gehen davon aus, dass ein Auto 23 Stunden am Tag geparkt wird. Parkplätze fehlen allerorten: Nebenstraßen sind oft so zugeparkt, dass Feuerwehr und Rettungswagen nicht mehr zum Einsatzort kommen.
In größeren Städten ist es selbstverständlich, dass Parken kostet
Wer ein Auto besitzt, sollte dafür auch einen eigenen Abstellplatz haben. Und wer mit dem Auto zur Arbeit fährt, muss es nicht kostenfrei abstellen dürfen. In größeren Städten ist es selbstverständlich, dass Parken kostet, und das ist meistens nicht gerade wenig. Warum muss man für Parkplätze auch noch öffentlichen Raum opfern?
Innenstadtnahe Flächen sind eigentlich besser dafür geeignet, Wohnraum zu schaffen. Gerade deshalb greifen Kommunen gerne zu, wenn Grundstücke zum Verkauf stehen, wie jetzt in Möckmühl oder auch in Neudenau.
Die Gründe sind vielfältig: Dass erst mal Parkplätze geschaffen werden, ist in der Regel nicht als Dauerlösung gedacht, bringt aber in der offensichtlich vorhandenen Stellplatznot vorübergehend etwas Entlastung. Mittelfristig muss aber mit diesen Flächen die Innenstadtentwicklung voran gebracht werden. Nur so haben die Kommunen in der Hand, was vor ihrer Haustüre passiert.
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare