Hundeattacke in Ittlingen: Polizei bezeichnet Rottweiler als Problemhund
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Nachdem eine Frau in Ittlingen von ihrem eigenen Hund schwer verletzt wurde, wird das Tier möglicherweise eingeschläfert. Vorherige Eigentümer sollen eklatante Fehler gemacht haben.
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Offen ist, was mit dem beißwütigen Rottweiler in Ittlingen passiert. Möglicherweise wird er eingeschläfert. Letztlich liegt diese Entscheidung beim Veterinäramt des Landkreises, heißt es bei der Polizei. Nachdem der Hund seine 39-jährige Besitzerin mit Bissen schwer verletzte, stufte die Gemeinde das Tier als gefährlich ein. Das teilt Ittlingens Bürgermeister Kai Kohlenberger mit. „Wir haben gleich reagiert und einen Bescheid erstellt.“ Kohlenberger zufolge sind die Hunde, die Halterin hat einen zweiten Rottweiler, nicht wie vorgeschrieben bei der Gemeinde angemeldet. Weder die Frau noch deren Hunde seien zuvor bekannt gewesen.
Hunde-Attacke in Ittlingen: Halterin des Hundes noch im Krankenhaus
Wie berichtet, wurden vor einer Woche zwei Männer nachts auf Hilfeschreie der Frau in der Nähe des Tennisheims in Ittlingen aufmerksam. Die Männer entdeckten die Frau auf dem Boden, sie wurde von ihrem Hund gebissen. Nur mit Müh und Not gelang es den Männern, den Hund an einen Baum zu binden. Die Frau und einer der Helfer, ein 40 Jahre alter Mann, wurden mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Die Frau werde nach wie vor in der Klinik behandelt, sagt Polizeisprecherin Petra Rutz.
Er habe selten einen derart aggressiven Hund erlebt, sagt Jan Franke, Einsatzleiter der Tierrettung Unterland, der in jener Nacht nach Ittlingen gerufen wurde. Der Rottweiler sei sofort in den Angriff übergegangen. „Wie eine tickende Zeitbombe.“ Nur unter massiver Gegenwehr des Hundes sei es gelungen, ihm die Schlaufe einer Fang–stange umzulegen und ihn in eine spezielle Hundebox zu sperren. In der wurde der Rottweiler ins Tierheim nach Heilbronn gebracht. Dort befindet er sich immer noch.
Polizei Heilbronn: Erste Eigentümer haben eklatante Fehler mit dem Hund gemacht
„Wir wissen nicht, was ihn getriggert hat“, sagt Silke Anders vom Tierschutzverein. Der Rottweiler bleibt deshalb in einem Zwinger, die Tierheim-Mitarbeiter halten Abstand. Gassigehen fällt erst einmal aus. Dass ein bissiger Hund im Tierheim landet, ist keine Seltenheit. Mindestens ein Mal in der Woche erhalte sie eine Anfrage, auch aus ganz Deutschland. Menschen schaffen sich Tiere an, und wollen sie dann aus unterschiedlichen Gründen wieder los werden. „Die Tierheime sind überfüllt“, sagt Anders. Angesichts dessen fragt sie sich: „Wohin mit den verhaltensauffälligen Hunden?“
Der Rottweiler aus Ittlingen sei durchaus als Problemhund zu bezeichnen, sagt Polizeisprecherin Rutz. Offensichtlich seien bei der Erziehung des Hundes bereits im Welpenalter eklatante Fehler von den damaligen Eigentümern gemacht worden. Dies habe dazu geführt, dass der Hund zunächst dem Züchter zurückgegeben und anschließend an die Halterin in Ittlingen weitervermittelt wurde.
Warum Hunde plötzlich aggressiv werden
Die Triebveranlagung der Hunde ist ein wesentlicher Aspekt bei Beißattacken, teilt das Polizeipräsidium Heilbronn mit, zu dem die Polizeihundeführerstaffel gehört. Deren Beamte leiten die Ermittlungen im Fall Ittlingen. Eine weitere entscheidende Rolle bei Bissen spiele die Prägung im Welpenalter. Die Erziehung der Hunde sei ebenso wichtig. Die Gründe für Hundeattacken sind laut Polizei vielschichtig. „Es kommt sehr auf den Einzelfall an.“ Passiere ein Beißvorfall sei allerdings feststellbar, dass oft der Mensch die entscheidende Fehlerquelle sei.
Diese ist laut Polizei erfahren im Umgang mit Hunden und sie besitze schon sehr lange Rottweiler. Nach Ansicht der Halterin habe der Hund kleinere Fortschritte gemacht. Der Hund sei bisher nicht aktenkundig gewesen. Nach derzeitigen Ermittlungen sei die Frau in jener Nacht gestolpert und auf den Hund gestürzt. Daraufhin habe der Hund sie attackiert.
Nach Attacke in Ittlingen: Gemeinde kann Hund als gefährlich einstufen
Dass die Männer die Frau vor dem beißwütigen Rottweiler retteten, „nötigt mir Respekt ab, Chapeau“, sagt Bürgermeister Kohlenberger. Die Frau lebe erst seit etwa einem Jahr in der Gemeinde. Nach dem Vorfall hätten sich Nachbarn der 39-Jährigen bei ihm im Rathaus gemeldet und gesagt, sie hätten schon lange befürchtet, dass die Rottweiler Schaden anrichten. Vorher aber habe niemand Bedenken geäußert.
Normalerweise sei bei der Einstufung als gefährlicher Hund eine Anhörung der Besitzer vorgesehen, erklärt Kohlenberger. In diesem schwerwiegenden Fall könne die Gemeinde darauf verzichten. Als gefährlich eingestufte Hunde müssen in der Öffentlichkeit einen Maulkorb tragen und angeleint sein. Außerdem wird eine höhere Hundesteuer als üblich fällig.
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Kommentare
Dorothea Wittgen am 08.04.2025 21:44 Uhr
Was muss noch passieren, das solche Hunde verboten werden bzw. eingeschläfert werden?