Kampf gegen Hundekot-Sünder: Bad Wimpfen mit ungewöhnlicher Banner-Aktion
„Kack, Sack, Pack, Zack“: Die Stadtverwaltung Bad Wimpfen geht beim Kampf gegen Hundekot-Sünder neue Wege. Seit einigen Tagen prangt am Alten Friedhof ein Banner mit deutlichen Ansagen.
Hundehaufen sind immer wieder ein Ärgernis in der Region – vor allem, wenn sie vom Besitzer in Plastik gepackt und dann doch liegengelassen werden. Damit möglichst wenige Hinterlassenschaften auf Wegen und Grünflächen liegen, haben Kommunen unterschiedliche Vorgehensweisen. Manche kontrollieren, andere machen einfach selbst sauber. Einen ungewöhnlichen Weg schlägt die Stadt Bad Wimpfen ein.
Hundekot-Entsorgung: Banner für „schwarze Schafe“ in Bad Wimpfen aufgestellt
Am Alten Friedhof in Bad Wimpfen befindet sich seit einigen Tagen ein auffälliges Banner an einer Metall-Konstruktion. Der Appell der Stadtverwaltung richtet sich an rücksichtlose Hundehalter. Mit den Worten „Kack“, „Sack“, „Pack“, „Zack“ und entsprechenden Illustrationen werden Frauchen und Herrchen in deutlicher Weise auf das korrekte Entsorgen der Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner hingewiesen.

Weiter heißt es: „An alle schwarzen Schafe unter den Hundehaltern! Hundekot liegen lassen ist kein Kavaliersdelikt, sondern ekelhaft und rücksichtlos! Verstöße können mit einem Bußgeld bis zu 150 Euro geahndet werden!“
Bad Wimpfens Bürgermeister Zaffran: Plakat nach Beschwerden von Bürgern aufgestellt
„Den Anlass gaben viele Beschwerden von Bürgern über liegenbleibenden Hundekot und die Erfahrungen unserer Bauhofmitarbeiter bei ihrer täglichen Arbeit“, begründet Bad Wimpfens Bürgermeister Andreas Zaffran den Schritt.
Mit dieser Aktion wolle man diejenigen, die die Hinterlassenschaft ihres Hundes einfach liegen lassen, eine wichtige und ernste Botschaft mit einem „kleinen Augenzwinkern“ vermitteln. Die Stadtverwaltung hofft darauf, dass sich der ein oder andere „ertappt“ fühlt und versteht, wie einfach es eigentlich wäre – „Kack – Sack – Zack – Pack eben“.
Hinweise an Hundekot-Sünder in Bad Wimpfen: weitere Plakate sollen folgen
Zaffran auf die Frage, ob das Plakat bereits Wirkung zeigt: „Über einen positiven Effekt können wir noch nichts sagen, da das Banner erst ein paar Tage steht. Auch später sei das schwer messbar, außer über die Anzahl der Beschwerden und den Eindruck der Mitarbeiter vor Ort.“
Bleibt abzuwarten, ob der Appell rücksichtlose Zeitgenossen zum Umdenken anregt – zu übersehen ist das Banner jedenfalls nicht. Das Ordnungsamt kontrolliere (noch) nicht bewusst die Hundehalter beim Gassigehen. Das sei aus Gründen der Personalkapazität auch nur sehr bedingt möglich, aber weitere Plakate sollen demnächst folgen, kündigt der Rathauschef an.
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