Stimme+
Pollenallergie
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Große Nachfrage nach Heuschnupfen-Medikamenten in Apotheken im Raum Heilbronn

   | 
Lesezeit  2 Min
audio Anhören
Erfolgreich kopiert!

Die Pollen fliegen dieses Jahr früh und geballt – sehr zum Leidwesen von Allergikern. Die Nachfrage nach Medikamenten in Apotheken der Region Heilbronn ist groß. 


Externer Inhalt

Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.

Die Nase juckt, die Augen tränen, der ganze Körper fühlt sich schlapp an. Besonders geplagte Menschen wagen sich in diesen Tagen kaum noch ins Freie, bereits ein geöffnetes Fenster macht Augen und Atemwegen zu schaffen. Heuschnupfen ist gefühlt allgegenwärtig. Der Winter war vergleichsweise lang, der Übergang zum frühlingshaften Wetter erfolgte abrupt. Die Folge laut Allergologin Dr. Evelyn Schneider vom SLK-Klinikum am Gesundbrunnen in Heilbronn: Die Blühphasen der Baumpollen kommen nicht sukzessive hintereinander, sondern alle auf einmal, wie die Medizinerin im Stimme-Gespräch erklärte. Schneider leitet das interdisziplinäre Allergiezentrum Heilbronn-Franken. 

Pollenallergie: „Viele Menschen haben schon viele Probleme“

Der Start in die Heuschnupfen-Saison spiegelt sich auch bei der Kundschaft von Apotheken wider. „Wie haben momentan eine große Nachfrage“, sagt eine Mitarbeiterin der Apotheke am Kelterplatz in Ilsfeld. „Viele Menschen haben schon viele Probleme.“ Was empfiehlt sie an Medikamenten? Das könne man nicht pauschal sagen. Was hilft, sei individuell sehr unterschiedlich, je nachdem, welche Symptome die Leute haben. „Es gibt Tabletten, Augentropfen oder Nasensprays.“

Mitarbeiterin in Weinsberger Apotheke: „Die Medikamente helfen“

Auch in der Harfensteller-Apotheke am Weinsberger Traubenplatz gehen viele Antiallergika über den Ladentisch. „Wir haben eine verstärkte Nachfrage, und es hat früher angefangen als sonst“, erläutert eine Mitarbeiterin im Stimme-Gespräch. Auch sie sagt: Je nach Beschwerden gebe es eine Vielzahl an Medikamenten. Sie selbst ist nicht von Heuschnupfen geplagt, aber sie weiß: „Die Medikamente helfen.“

Taschentücher gehören in diesen Tagen zur Standardausrüstung von pollengeplagten Menschen. Heuschnupfen macht vielen Leuten zu schaffen.
Taschentücher gehören in diesen Tagen zur Standardausrüstung von pollengeplagten Menschen. Heuschnupfen macht vielen Leuten zu schaffen.  Foto: Elisa Schu/dpa

„Ja, es hat dieses Mal schon relativ früh angefangen“, hat Olga Hergert von der Apotheke am Stadtgarten in Heilbronn beobachtet. Die pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA) hat eine höhere Nachfrage festgestellt und empfiehlt Augentropfen, Tabletten – oder auch mal Cremes, denn: „Viele Menschen haben auch Hautprobleme.“ 

In der Engel-Apotheke in Neckarsulm gehen pollengeplagte Menschen ebenfalls ein und aus. Nicht alle wissen, dass sie an einer Allergie leiden. „Sie kommen, sagen ,Meine Nase fängt an zu jucken’, denken, es ist Schnupfen, aber eigentlich ist es Heuschnupfen“, beobachtet Maide Yildirim, pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte (PKA) und angehende PTA, immer wieder. Auch die Engel-Apotheke hat das ganze Repertoire parat: Augentropfen, Nasensprays, Kombipräparate für Augen und Nase.

Heuschnupfen: Straßenkleidung gehört nicht ins Schlafzimmer

Wer unter Pollen leidet, dem empfiehlt Maide Yildirim neben Antiallergika noch anderes: Die Wohnung lieber nicht tagsüber, sondern eher abends lüften, allerdings nicht direkt vor dem Schlafengehen. Außerdem sollte man Straßenkleidung wegen der Pollen, die daran haften, nicht im Schlafzimmer deponieren. „Und Wäsche nicht draußen aufhängen.“ Außerdem empfiehlt die Mitarbeiterin der Apotheke: „Haare waschen, bevor man ins Bett geht.“ Wer draußen unterwegs ist, dem helfe es manchmal schon, eine Sonnenbrille zu tragen.  

Ähnliche Tipps hat Julian Bockmann, Inhaber der Post-Apotheke in Bretzfeld. Er empfiehlt zusätzlich Nasenspülungen. Und auch er bestätigt, dass die Kundschaft in diesem Jahr bereits seit Ende Februar/Anfang März mit Beschwerden kommt. „Sonst geht es oft erst Richtung Ostern los.“

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben