Geplante Geiselnahme zeigt die Erbarmungslosigkeit der Drogendealer

  
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Das Heilbronner Polizeipräsidium ermittelt gegen rivalisierende Rauschgiftbanden im Landkreis Heilbronn. Deren Tatvorhaben bewerten selbst erfahrene Polizisten als erschreckend.

Verdeckte Ermittlungen führen die Heilbronner Kripo auf die Spur von zwei Rauschgiftbanden.
Verdeckte Ermittlungen führen die Heilbronner Kripo auf die Spur von zwei Rauschgiftbanden.  Foto: dpa

Die Zahl der Rauschgiftdelikte ist im Polizeipräsidium Heilbronn stark gestiegen. Was sich konkret dahinter verbirgt, zeigt der aktuelle Fall zweier Drogenbanden im Landkreis Heilbronn. Deren Vorgehen erinnert an schlechte Gangsterfilme. Ihre Brutalität ist jedoch keine Fiktion, sondern Realität. Sie macht deutlich, dass der Cannabiskonsum ein riesiges Geschäftsfeld ist, auf dem die Organisierte Kriminalität das Sagen hat. Daran wird auch die neue Teillegalisierung des Kiffens nichts ändern.

Die Ermittler der hiesigen Polizei verbuchen einen Erfolg. Sie sehen eine Verbindung zwischen zwei Vorfällen im Juni und ziehen die richtigen Schlüsse. Verdeckte und intensive Ermittlungen führen schon nach kurzer Zeit zum Zugriff.

Mutmaßliche Drogenhändler aus Raum Heilbronn in Haft – Bewaffnete Täter sind zu allem bereit 

Sieben Tatverdächtige sitzen in Haft. Sie alle waren bereit, für ihren eigenen Profit bis zum Äußersten zu gehen – ausgestattet mit Macheten, Messern und sonstigen Waffen.

Wenn selbst erfahrene Polizisten das geplante Vorgehen als erschreckend bezeichnen, ist klar, mit wem sie es hier zu tun haben. Es handelt sich nicht um ein paar Kleinkriminelle. Die Akteure auf dem Drogenmarkt sind erbarmungslos. Denn ihr Geschäft blüht; die Nachfrage nach Haschisch steigt und steigt. Am lukrativen Drogenhandel halten sie – mit aller Gewalt – fest.

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