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Verkehrssicherheit

Gefahr für Radfahrer und Schüler in Sülzbach: An Tempo 30 hält sich kaum jemand

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Parkende Autos, schlechte Sicht und überhöhte Geschwindigkeit: Anwohner und Michael-Beheim-Schule in Obersulm-Süzbach wünschen sich mehr Sicherheit. Die Gemeinde wartet auf das Landratsamt.


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Beschildert sind die Staufen- und die Kümmelstraße bereits, auch auf dem Boden prangen Markierungen, die Tempo 30 anzeigen: Sowohl Anwohner als auch die Michael-Beheim-Schule lassen aber verlauten, dass sich daran wohl kaum jemand hält. Auch die im Februar angekündigten Zebrastreifen lassen weiterhin auf sich warten; der nächste Schritt muss laut Bürgermeister Björn Steinbach vom Landratsamt kommen.

Für Kinder kann es auf dem Schulweg in Sülzbach gefährlich werden

„Selbst ich fühle ich mich dort nicht sicher“, sagt ein Anwohner, der nach eigenen Angaben regelmäßig die Staufenstraße entlangradelt. Dort sei Tempo 30 nur empfohlen und nicht vorgeschrieben. In der Staufenstraße wie auch der Kümmelstraße darf aktuell noch geparkt werden, wo keine Einfahrten oder Kreuzungsbereiche bestehen. Zu Stoßzeiten parkten dort so viele Fahrzeuge entlang der Fahrbahn, dass die Sicht schlecht sei und kaum Ausweichmöglichkeiten bestehen würden. „Für Kinder ist es dann noch viel gefährlicher“, führt er aus.

Für sie gehören beide Straßen zum Schulweg, weiß auch Eric Sohnle, Rektor der Gemeinschaftsschule, zu berichten. „Von meinem Büro aus habe ich einen guten Blick auf die Kümmelstraße. Natürlich ist das ein subjektiver Eindruck, aber immer wieder sehe ich, wie Autos da durchpfeifen.“ Dieser Eindruck sei auch von Kolleginnen und Kollegen bestätigt worden, insbesondere während des mittäglichen Berufsverkehrs. 2023 war sogar im Gespräch, die Kümmelstraße in eine Fahrradstraße umzuwandeln, auch in den Haushaltsreden des vergangenen Jahres tauchte sie noch auch. Davon ist aktuell keine Rede mehr.

Anwohner und die Michael-Beheim-Schule wünschen sich mehr Verkehrssicherheit in der Kümmelstraße. Tempo 30 wird dort selten eingehalten.
Anwohner und die Michael-Beheim-Schule wünschen sich mehr Verkehrssicherheit in der Kümmelstraße. Tempo 30 wird dort selten eingehalten.  Foto: Gustav Döttling

Mit dem einseitigen Gehweg in der Staufenstraße würden häufig weder Fahrradfahrer noch Kinder berücksichtigt. „Für Kinder kann es so immer gefährlich werden. Kaum jemand hält sich an Tempo 30, und Radfahrer sind auf der Straße die schwächsten Verkehrsteilnehmer“, sagt Sohnle. Glücklicherweise könne er nicht von Unfällen aus der Schülerschaft berichten.

Obersulm wartet bei den Zebrastreifen noch auf Zustimmung vom Landratsamt

„Es gibt Geschwindigkeitskontrollen“, sagt Sohnle. Die nehme er häufiger wahr und halte sie auch für nötig. Worauf er schon lange warte, seien Zebrastreifen zur Querung. Die sollen einem Gemeinderatsbeschluss aus dem Februar zufolge auch kommen. Denn die Gemeinde sei sich der Problematik bewusst, sagt Bürgermeister Björn Steinbach. „Wir befinden uns in enger Abstimmung mit dem Landratsamt. Die Zebrastreifen liegen momentan nicht in unserer Hand, sondern erst dann wieder, wenn die Zustimmung erteilt wird.“

Auch der Engstellen in der Kümmelstraße nehme sich die Gemeinde an: „Der Schienenersatzverkehr fährt durch die Kümmelstraße, parallel zur Bahnstrecke, und das sind Gelenkbusse.“ Zusätzlich zum normalen Auto- und Fahrradverkehr. Daher habe man sich entschieden, das Parken neu zu ordnen: „So können Autos bei Gegenverkehr in die Lücken fahren, und die Feuerwehr kommt durch“, so Steinbach. Bislang gebe es kaum Ausweichmöglichkeiten.

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