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Schwarz-Campus in Bad Friedrichshall: Was hinter den Rodungen an der B27 steckt

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Am und im Schwarz-Digits-Campus in Bad Friedrichshall gibt es neue Entwicklungen. Eine Übersicht, wie es dort vorangeht.


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Die Böschung am Rand der B27 auf Höhe Bad Friedrichshall-Kochendorf wurde radikal gerodet, was den Schwarz-Digits-Campus optisch noch imposanter empor ragen lässt als ohnehin schon.

Während die Mäharbeiten sowie der Brückenbau unübersehbar sind, ist unklar, wie es im Campus selbst vorangeht. Die Schwarz-Gruppe hält sich mit Informationen sehr zurück. Wir klären trotzdem einige Fragen:

Schwarz-Campus: Rodung an B27 bei Bad Friedrichshall steht im Zusammenhang mit geplantem Ausbau des Verkehrsknotens

Warum musste der gesamte Bewuchs zwischen Campus und B27 weichen?

Dies ist ein Vorbote des anstehenden Knotenumbaus. Weil der B27-Anschluss nicht ausreichend leistungsfähig ist, wenn der Schwarz-Digits-Campus mit seinen vorerst 3500 und später 5000 Mitarbeitern in Betrieb geht, soll er ausgebaut werden. Im Mobilitätspakt Heilbronn-Neckarsulm ist diese Maßnahme verankert. Auf der Internetseite ist zu lesen, dass die Entwurfsplanung abgeschlossen ist und Baurecht vorliegt.

Am Hang an der B27 wurde gerodet, auch Hütten und Trockenmauern werden noch abgebaut. Das sind Vorarbeiten für den Knoten-Umbau Kochendorf-Süd.
Am Hang an der B27 wurde gerodet, auch Hütten und Trockenmauern werden noch abgebaut. Das sind Vorarbeiten für den Knoten-Umbau Kochendorf-Süd.  Foto: Ralf Seidel

„Nach Zustimmung des Bundes- und des Landesverkehrsministeriums wird die Ausführungsplanung begonnen“, heißt es weiter. Das Regierungspräsidium Stuttgart teilt mit, dass die Bauarbeiten voraussichtlich im Frühjahr 2027 beginnen. Von dem Plan, einen funktionierenden Knoten zu haben, bis der Campus in Betrieb geht, ist also nichts mehr übrig geblieben.

Trockenmauern an B27 bei Kochendorf werden abgebaut und teilweise versetzt

Was passiert mit den Hütten und Mauern, die am B27-Hang noch zu sehen sind?

Die kleinen Bauten, die über Jahre dort entstanden sind, werden abgebrochen, informiert Bürgermeister Timo Frey. Die Trockenmauern werden zum Teil versetzt, da sie eine ökologische Bedeutung haben. Sie sind zum Beispiel Lebensraum von Eidechsen.

Warum ist ein Netz über der B27 gespannt?

Das wiederum hat nichts mit dem Schwarz-Campus zu tun. Im Hang steht auch ein Strommast, der von Transnet BW durch einen neuen Mast mit einer 380 KV-Leitung ersetzt wird. „Das ist in vollem Gange“, so Timo Frey. Um bei den Arbeiten den Verkehr auf der Bundesstraße nicht zu gefährden, ist seit vielen Woche ein Sicherungsnetz gespannt worden. 

Schwarz-Kita Drachenfels ist seit Januar in Betrieb 

Wann geht der Schwarz-Campus in Betrieb?

Die Betriebskita Drachenfels, die in einem der vier Gebäudekomplexe untergebracht ist, ist nach Informationen des Bürgermeisters bereits im Januar in Betrieb gegangen. Auch eine Pilotgruppe an Mitarbeitern arbeite bereits im Campus, soweit er wisse. So sollen die Gebäude nach und nach weiter bezogen werden.

Zur Gestaltung findet Frey nur lobende Worte: „Die Schwarz-Gruppe hat ihre Ankündigungen eingehalten. Mir gefällt der Campus ausgezeichnet. Er ist eine Aufwertung der Region.“ Eine offizielle Eröffnung sei auch geplant, der Zeitpunkt sei aber unklar. Auf Nachfrage bei der Schwarz-Gruppe gibt es dazu keine Auskunft. 

Wann wird die neue Kreisstraße 2117 freigegeben?

Zwischen dem Campus und dem Baugebiet Amorbacher Straße verläuft die neue K2117, die der Schwarz-Gruppe als Baustraße dient. Als solche wird sie aber bald nicht mehr gebraucht. Ab 13. April kann eine Verkehrsfreigabe erfolgen, sagt Timo Frey. Dazu werde es noch einen Pressetermin geben. Die eigentliche förmliche Umwidmung der Straße, wodurch die Amorbacher Straße zu einer Gemeindestraße heruntergestuft werde, folge zu einem späteren Zeitpunkt.

Sobald die neue Verkehrsverbindung am Campus befahrbar ist, werden die Anwohner der Amorbacher Straße eine deutliche Entlastung erleben, ist sich der Bürgermeister sicher. Im Neubaugebiet habe die Firma Strabag kürzlich mit der Bebauung des letzten großen Grundstücks begonnen. Dort entstünden sieben Wohngebäude.  

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