Stimme+
Neue Kalkulation

„Gebühren werden sehr stark steigen“: Friedhofs-Gräber in Schwaigern werden teurer

   | 
Lesezeit  1 Min
audio Anhören
Erfolgreich kopiert!

Die Kosten für Gräber in Schwaigern steigen ab Januar. Der Gemeinderat beschloss eine Erhöhung der Friedhofsgebühren. Dem voraus gingen unterschiedliche Meinungen, was den Menschen zumuten sei. 

Die Friedhofsgebühren in Schwaigern steigen. (Symbolfoto)
Die Friedhofsgebühren in Schwaigern steigen. (Symbolfoto)  Foto: Martin Schutt

Die Friedhofsgebühren der Stadt Schwaigern steigen ab Januar 2026. Der Gemeinderat beschloss mehrheitlich einen Kostendeckungsgrad von 70 bis 100 Prozent – abhängig davon, ob es sich etwa um Verwaltungs- oder Grabnutzungsgebühren handelt. „Die Gebühren werden sehr stark steigen“, gab Bürgermeisterin Sabine Rotermund in der jüngsten Sitzung an.

Neue Friedhofsgebühren in Schwaigern: So wurden die Kosten kalkuliert

Laut der neuen Kalkulation liegen etwa die Bestattungsgebühren bei einem Erdgrab künftig bei 810 Euro statt der vorherigen 584 Euro. Die Kosten variieren je nach den Jahren der Nutzung, der Anzahl der Belegungen und der Fläche des Grabs. Ein Urnengrab sei kleiner als eine Sargfläche und dementsprechend günstiger.Wie die Gebühren festgelegt werden, liege im Ermessen der jeweiligen Kommune. Die Höhe sollte demnach vertretbar und geboten sein, heißt es in den Sitzungsunterlagen. Dem gegenüber stehe aber auch das finanzwirtschaftliche Interesse der Stadt.

Regina Jürgens (LGU) fragte, warum die Verwaltung nicht völlig auf die 100-prozentige Kostendeckung gehe. „Wir machen drastische Maßnahmen“, erklärte sie und spielte auf die hohen Kita-Gebühren und die Spielplätze an, die abgebaut werden sollen. Davon seien größere Gruppen betroffen, wohingegen im Trauerfall in der Regel eine Einzelperson betroffen sei.

Gemeinderat Schwaigen einigt sich auf Kostendeckung bei Friedhöfen

Sie stellte einen entsprechenden Gegenantrag, der mehrheitlich abgelehnt wurde. Bernd Sätzler (CDU), widersprach Jürgens. Eine solche Erhöhung wäre für die Bürger brachial. Die Menschen würden gerade in allen Bereichen massiv mit Kostenerhöhungen belastet.

Ein zweiter Antrag auf 80-prozentige Kostendeckung von Seiten der CDU wurde ebenfalls abgelehnt. Eine Mehrheit bekam schließlich der dritte Antrag. Demnach liegt der Kostendeckungsgrad bei den Verwaltungsgebühren nun bei 100 Prozent, bei weiteren Kosten wie der Aufbewahrung bei 70 Prozent.

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben