Ein freiwilliger Fahrtest für Rentner ist keine Schwäche – sondern Mut
Nicht mehr Auto fahren zu können, empfinden sicherlich viele ältere Menschen als Bestrafung. Umso mutiger ist ihr Verzicht, meint unser Autor.
Es muss hart sein für Menschen älteren Semesters, von einem Fahrlehrer zu hören: Lass das mal besser sein mit dem Autofahren ab sofort. Nicht mehr mit dem Auto unterwegs sein zu können, ist ein Einschnitt. Man kann auch sagen, das Ende eines Lebensabschnitts.
Freiwilliger Fahrtest für Rentner: Dazu gehört Mut
Wer sich in fortgeschrittenem Alter zu einem freiwilligen Fahrtest entscheidet, ist alles andere als schwach. Im Gegenteil: Es gehört Mut dazu. Solche Tests ermöglichen eine sachliche Diskussion über Verkehrssicherheit im Alter.
Ohne Polemik, wie man sie vielleicht aus Familienkreisen vermutet, und auch ohne Verbote. Eine alternde Gesellschaft, in der als logische Folge auch die Zahl an Unfallverursachen über 70 steigt, braucht vor allem einen angemessenen Ton bei diesem sensiblen Thema.
Vernünftige und pragmatische Ansätze nach Gesprächen mit Experten
Die Angebote, die ADAC und Fahrschulen machen, sind sicher hilfreich. Wie sich im Fall von Fred Seyfarth zeigt, könnten sie vielleicht aber noch besser an Betroffene herangetragen werden. Ihm war bislang nicht bekannt, dass es auch in Heilbronn entsprechende Möglichkeiten gibt. Beim ADAC geht man nun den kurzen Weg und tritt mit Seyfarth in Kontakt.
Fahrlehrer berichten, die Ergebnisse von freiwilligen Fahrtests sind oft ganz praktischer Natur. Bei manchem Senior reift die Erkenntnis, dass er künftig auf Nachfahrten verzichtet, auf Fahrten bei Glatteis fährt oder in der Rushhour. Klingt eigentlich ganz vernünftig.
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