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Anschlussunterbringung

Flein muss Alternative für fünf Flüchtlingsunterkünfte schaffen

  
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Durch den Abriss mehrere Gebäude für die Neugestaltung des Rathausumfeldes hat Flein keine Kapazitäten mehr für die Aufnahme von Geflüchteten. Gemeinderat stimmt für den Standort Fischeräcker 13.

Die Gemeinde Flein hat keine Kapazitäten mehr für die Anschlussunterbringung von Geflüchteten. Deshalb entsteht auf dem Gelände Fischeräcker 13 eine Wohncontaineranlage.
Die Gemeinde Flein hat keine Kapazitäten mehr für die Anschlussunterbringung von Geflüchteten. Deshalb entsteht auf dem Gelände Fischeräcker 13 eine Wohncontaineranlage.  Foto: Claudia Kostner

Die Gemeinde Flein baut im Gewerbegebiet Egerten eine Wohncontaineranlage mit Platz für 18 Flüchtlinge. Der Gemeinderat entschied sich damit mehrheitlich gegen die von der Verwaltung ins Spiel gebrachte Alternative, das ehemalige Jeuther-Areal in der Horkheimer Straße.

Durch den Abriss von fünf Gebäuden für die Gestaltung des neuen Rathausumfeldes in Flein, die bisher der Unterbringung von Geflüchteten gedient haben, „haben wir ein Minus in unserer Statistik“, erläuterte Bürgermeister Alexander Krüger dem Gemeinderat. 

Weggefallen sind die Untere Weihergasse 12 und 16, die Kellergasse 17, die Heilbronner Straße 15 sowie die Bachstraße 8. Die weggefallenen Plätze hätten seither durch aufwendige Umsetzungen ausgeglichen werden können. „Dadurch sind die Unterkünfte außerhalb des Rathausumfelds entsprechend stärker belastet worden“, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Gleichzeitig sei durch die Umzüge aber auch der Druck zur selbstständigen Wohnungssuche verstärkt worden. Ein kleiner Teil der Betroffenen habe jetzt eine eigene Wohnung oder ein WG-Zimmer gefunden.  

Zur Verfügung stehen jetzt noch 82 Plätze in sechs Häusern. Zudem habe die Gemeinde sechs Unterkünfte von privat angemietet, mit einer theoretischen Platzzahl von 48 Personen. Das Allzeit-Belegungshoch lag bei 130 Geflüchteten.

Bei gleichbleibender Anzahl der aktuell monatlich aufzunehmenden Menschen wäre spätestens im Herbst das Limit an Plätzen erreicht. Im Fall der Fälle sei das Alte Rathaus die einzige öffentliche Liegenschaft der Gemeinde, in der übergangsweise noch Flüchtlinge untergebracht werden könnten.

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