Lokaltour in Erlenbach: Uwe Mosthaf stellt sich Fragen vor der Bürgermeisterwahl
Bei der 121. Lokaltour spricht Stimme-Chefredakteur Uwe Ralf Heer über die Zukunft der Zeitung. Im Fokus steht allerdings die anstehende Bürgermeisterwahl am 26. April.
120 Mal hat Stimme-Chefredakteur Uwe Ralf Heer bereits durch die Reihe Lokaltour geführt. Die Jugendfeuerwehr war allerdings noch nie unter den Besuchern.
Eine Premiere mit besonderem Anspruch: Politische Bildung sei ausdrücklich Teil des Programms, wie die Betreuer betonen.
Premiere bei Lokaltour: Jugendfeuerwehr Erlenbach diskutiert mit über Bürgermeisterwahl
Schließlich geht es an diesem Abend in der Gaststätte Sulmtalhalle vor allem um die anstehende Bürgermeisterwahl am 26. April, bei der Amtsinhaber Uwe Mosthaf zum dritten Mal antritt und diesmal keinen Gegenkandidaten hat.
Aber auch Themen rund um die Heilbronner Stimme stehen im Fokus. Wie umgehen mit Künstlicher Intelligenz? Wie wichtig sind Tageszeitungen? Und warum findet sich Erlenbach in der Nord-Ausgabe wieder?

„Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben wird immer größer“
Mosthaf, seit 2010 Bürgermeister seiner Heimatgemeinde, drückt trotz Rücklagen von 7,5 Millionen Euro auf die Euphoriebremse. „Das hört sich viel an, aber die Zeiten trüben sich ein.“ Am Ende des Jahres sei wohl nicht mehr viel davon übrig, was er vor allem auf die immer größer werdende Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben zurückführt. Und auf die Aufgaben, die die Kommunen aufgelastet bekommen. Er fühle sich – da ist er sich wohl mit so gut wie allen Amtsinhabern im Landkreis Heilbronn einig – von der Politik allein gelassen.
„Gebt den Gemeinden ein Budget und lasst sie machen.“Uwe Mosthaf
Das 100-Milliarden-Paket aus dem Sondervermögen, aus dem Erlenbach 3,4 Millionen Euro erhält, begrüßt er: „Gebt den Gemeinden ein Budget und lasst sie machen.“ Verplant ist der Geldsegen allerdings schon: Neben dem Umbau der Aussegnungshalle soll auch die Kita in Binswangen umgebaut werden. Der Rest fließe in den Bauhof.
Uwe Mosthaf wünscht sich eine Wahlbeteiligung von mindestens 35 Prozent
Ob die Verwaltung die von der Bundesregierung in Aussicht gestellten steuerfreien 1000 Euro an seine Mitarbeiter zahlen wird, will Heer von ihm wissen. „Wohl eher nicht“, so Mosthaf. Die Personalausgaben lägen bei sechs Millionen Euro, man habe in den vergangenen Jahren viel für die Menschen getan, die im Rathaus arbeiten.
Für die Wahl wünscht er sich eine Beteiligung von mindestens 35 Prozent, so Mosthaf. „Mit einer vier davor wäre sensationell.“
19 weitere Jahre als Bürgermeister? Wahrscheinlich nicht
Am Projekt Waldfriedhof sei man dran, das Landratsamt prüfe Flächen. Auch der Kreisverkehr unweit der Sulmtalhalle sei weiterhin Thema. Sein Vater frage ihn regelmäßig, wie mit dem in vielen Augen optisch nicht gelungenen Bauwerk umgegangen werde.
Ob er allerdings auch bis zu seinem 70. Geburtstag und darüber hinaus im Amt bleiben wird, sei eher unwahrscheinlich. Ein Limit habe er sich zwar keins gesetzt, „aber bis dahin mache ich nicht“, sagt der 51-Jährige.
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