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Bürgermeisterwahl Erlenbach

Bürgermeisterwahl in Erlenbach: Uwe Mosthaf tritt ohne Gegenkandidaten an

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Am 26. April wählen die Erlenbacher ihren Bürgermeister. Der amtierende Rathauschef Uwe Mosthaf hat diesmal keinen Konkurrenten.

Seit 2010 ist Uwe Mosthaf Bürgermeister in Erlenbach. Bei der Wahl am 26. April tritt der 51-Jährige zum dritten Mal an.
Seit 2010 ist Uwe Mosthaf Bürgermeister in Erlenbach. Bei der Wahl am 26. April tritt der 51-Jährige zum dritten Mal an.  Foto: privat

„Weiter miteinander die Zukunft gestalten“ – dieses Motto begleitet Uwe Mosthaf auch in seiner dritten Amtszeit. Bei der Bürgermeisterwahl am Sonntag, 26. April, tritt der 51-Jährige erstmals als Alleinkandidat an. 2010 konkurrierten noch vier Bewerber um die Nachfolge von Karl Alber, vor acht Jahren warf die Dauerkandidatin Fridi Miller ihren Hut in den Ring. Trotz seiner faktischen Monopolstellung engagiert sich Mosthaf weiterhin aktiv im Wahlkampf.

An rund 2800 Haushalte hat sein „bewährtes, 15-köpfiges Austeilteam“ die Flyer verteilt, erzählt Mosthaf, der auch die Unterlagen früherer Wahlkämpfe aufbewahrt hat. „Den Inhalt“, sagt der Verwaltungswirt mit Blick auf die Ausgabe von 2018, „haben wir quasi komplett umgesetzt.“

Rund 40 Millionen Euro wurden seit Mosthafs Amtsantritt in Erlenbach investiert 

In den vergangenen Jahren hat sich in Erlenbach einiges getan: Glasfaser gibt es mittlerweile im gesamten Ort, seit drei Jahren fährt der Bürgerbus, und die Feuerwehr wurde in verschiedenen Bereichen wie etwa mit einem neuen Mannschaftstransportwagen unterstützt. Ein Highlight für Mosthaf war die Einweihung des Ärztehauses vor acht Jahren. „Die Sicherung der Gesundheitsversorgung war eines der bedeutendsten Dinge in meiner zweiten Amtszeit“, sagt er im Rückblick. Auch der Lärmschutzwall an der A6, seit den 80er Jahren immer wieder diskutiert und heiß ersehnt, wurde endlich gebaut.

„Erlenbach ist eine besondere Gemeinde.“Uwe Mosthaf

Alle gemeindeeigenen Gebäude sind mittlerweile modernisiert oder saniert, lediglich die Kita in Binswangen steht noch aus. „Da kommt in den kommenden Jahren nichts mehr auf uns zu“, ist sich Mosthaf sicher. Rund 40 Millionen Euro hat die Gemeinde seit seinem Amtsantritt investiert. Sie ist nicht nur schuldenfrei, sondern verfügt zudem über 7,5 Millionen Euro Rücklagen. „Es waren gute Jahre“, bilanziert der Rathauschef. Für ihn sei Erlenbach eine „besondere Gemeinde. Viele Dinge funktionieren hier noch so, wie sie sollen.“ 

Zur Person

Uwe Mosthaf ist 51 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Kindern. Bevor er 2010 sein Amt in Erlenbach angetreten hat, war er in Neuenstadt Leiter des Bürger- und Ordnungsamts. Der diplomierte Verwaltungswirt hatte bei seiner ersten Wahl direkt 67 Prozent der Stimmen geholt. 2018 wurde er mit 97,5 Prozent wiedergewählt. 

Straßensanierung und Innovationsquartier stehen auf der Agenda für die dritte Amtszeit

Doch die aktuelle wirtschaftliche Situation geht auch an der Sulmtalgemeinde nicht spurlos vorbei. Man sei vorsichtiger geworden. Nichts desto Trotz steht die Sanierung der Straßen ganz oben auf der Vorhabenliste. „Kontinuierlich“ soll dort gearbeitet werden – genauso wie an den Sport- und Spielstätten.

Ein weiterer Punkt auf der Agenda ist das Innovationsquartier Straßenäcker. Dort soll ein urbanes Gebiet mit einer engen Mischung aus Wohnen, Arbeiten und Dienstleistungen entstehen. Außerdem soll die Sulm renaturiert und der Naturkindergarten, der ebenfalls unter ihm entstanden ist, um eine weitere Gruppe ausgebaut werden. 

Erlenbacher Gemeinderat unterstützt Uwe Mosthaf

„Der Job macht mir noch immer sehr viel Spaß“, sagt der Vater von zwei Kindern. „Auch wenn es nicht immer spaßige Themen sind, mit denen man sich beschäftigen muss.“ Die vergangenen Jahre, die durch die Corona-Pandemie und die Auswirkungen des Angriffskriegs auf die Ukraine geprägt waren, seien herausfordernd gewesen. „Aber wir haben es hinbekommen.“ Mit „wir“ meint Uwe Mosthaf nicht nur die Rathausverwaltung, sondern auch den Gemeinderat, der ihm nach der Ankündigung seiner erneuten Kandidatur in der Januar-Sitzung für seinen Einsatz sowie die geleistete Arbeit dankte und ankündigte, ihn auch weiterhin zu unterstützen.  

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