Störche im Erlebnispark Tripsdrill – Peta fordert Achterbahn-Stopp

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Immer mehr Vögel nisten im Erlebnispark Tripsdrill. Ein Video zeigt einen Storch, der einer ankommenden Achterbahn ausweichen muss. Peta fordert jetzt den Stopp. So reagiert Tripsdrill. 

Von Levin Schröder

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In Tripsdrill ist es längst Routine: Rund 25 bis 30 Storchenpaare nisten jedes Jahr im und um den Freizeitpark in Cleebronn. Dabei wählen die Tiere nicht immer geeignete Nistplätze.

Ein aktuelles Video zeigt eines der Probleme: Ein Storch hält sich auf einer Achterbahn auf und muss wiederholt herannahenden Wagen ausweichen. Die Tierschutzorganisation Peta bittet den Freizeitpark deshalb in einem Schreiben, das der Redaktion vorliegt, „das Fahrgeschäft unverzüglich zu stoppen, bis sich der Storch nicht mehr auf der Achterbahn aufhält“.

Störche wollen Nest in Tripsdrill-Achterbahn bauen – Peta mit Forderung

Dass sich Störche solche Orte aussuchen, ist kein Einzelfall. Die Tiere bauen ihre Nester bevorzugt in luftiger Höhe und nutzen dafür neben eigens eingerichteten Nistplätzen auch Gebäude oder Fahrgeschäfte, sagt Pressesprecherin Britta Dirrler. Aus Sicherheitsgründen müsse das verhindert werden – zum Schutz der Tiere, der Besucher und der Anlagen.

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Störche in Tripsdrill: Immer mehr Tiere kehren in Erlebnispark zurück

Der Erlebnispark versucht daher, die Tiere durch bauliche Maßnahmen und Vergrämungsaktionen gezielt auf vorgesehene Nistplätze zu lenken. Und die sind beliebt. „Es kehren immer mehr Störche aus ihren Winterquartieren zurück“, sagt Dirrler. „Eine bestehende Kolonie zieht weitere Störche an, schließlich gilt: Wo schon viele sind, muss es gute Bedingungen geben.“

Zudem treffen die Störche inzwischen früher ein und sind oft schon im Februar wieder vor Ort. Grund dafür ist laut Dirrler, dass viele Tiere im Winter nur noch bis nach Spanien oder Portugal ziehen, statt längere Strecken zurückzulegen. Zurück in der Region suchen sie Brutstätten – auf vorbereiteten Nistplätzen oder eben auf Attraktionen und Gebäuden im Park. 

„Nicht genug Priorität“: Pete erhebt Vorwürfe gegen Erlebnispark Tripsdrill

Zu den Vorwürfen von Peta äußert sich Tripsdrill nicht und verweist auf bestehende Maßnahmen, um den ungewollten Nestbau zu verhindern. So werde täglich kontrolliert, ob Äste an ungeeigneten Stellen abgelegt wurden. Diese werden dann entfernt. „In der Regel geben die Tiere dann nach einiger Zeit auf und suchen sich einen geeigneteren Ort für den Nestbau“, erklärt Dirrler.

Geeignete Nistmöglichkeiten gebe es im und rund um den Park ausreichend. „Seit über 20 Jahren setzt sich der Park für den Schutz und die Wiederansiedlung von Weißstörchen ein“, so Dirrler.

Für Peta reicht das nicht aus. Die Organisation wirft dem Freizeitpark vor, „der Sicherheit und dem Tierschutz nicht genug Priorität einzuräumen“ und verweist auf einen Vorfall aus dem vergangenen Jahr: Im April 2025 kollidierte ein Storch mit einem Achterbahn-Wagen und starb anschließend durch diesen Zusammenprall. 

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