Heizöl-Preise gestiegen: Eppinger Händler spürt Zurückhaltung bei Bestellungen
Mit Beginn des Iran-Kriegs sind die Preise nicht nur beim Tanken, sondern auch beim Heizöl gestiegen. Ein Eppinger Händler erlebt zunächst einen Kundenansturm. Warum sich das gelegt hat.
Beinahe vier Wochen Krieg in Nahost ziehen immer mehr ökonomische Auswirkungen nach sich, die auch in der Region Heilbronn spürbar sind. Die aktuelle Auseinandersetzung zwischen den USA und Israel einerseits und dem Iran begann mit einem Militärschlag auf die iranische Machtzentrale in Teheran am frühen Morgen des 28. Februar.
Autofahrer rund um Heilbronn bemerkten rasch steigende Preise an der Zapfsäule – und reagierten teils mit einem Ansturm auf Tankstellen. Doch nicht nur da zeigte sich ein höheres Preisniveau.
Heizöl kostete bis 1,50 Euro pro Liter: Eppinger Experte über Preisentwicklung
Auch die Preise für Heizöl haben kräftig zugelegt. Laut dem Vergleichsportal Esyoil ist der Tarif seit Anfang Februar von etwas mehr als 90 Cent pro Liter auf bis zu 1,50 Euro emporgeschnellt. Am Dienstag (24. März) standen 1,44 Euro zu Buche.
Stephan Buchholz, Vorstandssprecher der Agrarhandelsgenossenschaft Agroa mit Sitz in Eppingen, die Heizöl und Diesel handelt, erinnert sich an die ersten Stunden nach dem Beginn der Auseinandersetzung. „Der Angriff war ja an einem Samstagmorgen. Die Leute haben an diesem Wochenende versucht, noch Heizöl und Diesel per E-Mail zu bestellen.“
Heizöl-Bestellungen: Verbraucher reagieren wegen Preisen zurückhaltend
Wohl in der Absicht zu handeln, bevor der Weltmarkt mit Preissteigerungen reagiert, analysiert der Landhändler. Der Hype sei allerdings nach zwei Tagen wieder abgeebbt und habe sich in recht schnell ins Gegenteil verkehrt. „Bis heute beobachten wir eine deutliche Zurückhaltung bei der Bestellung“, so Stephan Buchholz.
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