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Die Kosten fürs Rathaus steigen erneut

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Inzwischen sind die Kosten für die Sanierung und Erweiterung des Ellhofener Rathauses bei fast sieben Millionen Euro angelangt. Das schmeckt nicht jedem.

Ein Blick in den neuen Sitzungs- und Festsaal des Rathausanbaus in Ellhofen. Das Projekt ist im Lauf der Zeit immer teurer geworden.
Ein Blick in den neuen Sitzungs- und Festsaal des Rathausanbaus in Ellhofen. Das Projekt ist im Lauf der Zeit immer teurer geworden.  Foto: Anja Krezer

Und wieder mal wird das Rathaus teurer: Der Ellhofener Gemeinderat hat jetzt die Kostenfortschreibung von 6,65 auf 6,95 Millionen Euro für die Sanierung und Erweiterung bei einer Gegenstimme abgenickt. Architekt Dieter Guttenberger versicherte, dass es das nun im Wesentlichen war. Wobei gleich am Ende der Ratssitzung doch noch 6000 Euro draufgesattelt werden mussten.

2023, damals war alles noch Theorie, hatte der Gemeinderat der Kostenberechnung der Werkgemeinschaft Guttenberger zugestimmt: 5,6 Millionen Euro waren für Rathaus-Sanierung und Anbau angesetzt. Inzwischen geht das Projekt seiner Vollendung entgegen, der Gemeinderat hat mehrere Kostenfortschreibungen hinter sich, ist darüber nicht erfreut und argwöhnt gewisse Ungenauigkeiten bei der Kalkulation.

In der jüngsten Sitzung erklärte sich Guttenberger zum wiederholten Mal, betonte erneut, dass ein Gutteil der Mehrkosten der schlechten Bausubstanz des Bestandsgebäudes und dem schwierigen Untergrund geschuldet seien.

Der aktuelle Kostenanstieg hat mehrere Gründe

Der jüngste Anstieg um 300.000 Euro hat mehrere Gründe: Nachträge für Leistungen, die vorab nicht zu erkennen waren, Massenmehrungen, schlechte Ausschreibungsergebnisse sowie eine teurere Decke im Anbau. Für diese hatte sich der Ellhofener Gemeinderat allerdings vor wenigen Wochen bewusst entschieden.

Zwar muss Ellhofen das Bauprojekt nicht alleine finanzieren: Es fließt Geld aus dem Landessanierungsprogramm. Doch die genaue Höhe steht noch nicht fest, und das Vorhaben ist für die Kommune trotz Unterstützung eine große Investition.

Teurer wird auch die neun mal drei Meter große Holz-Schrankwand, die zwischen Sitzungssaal und Glasfuge im Anbau als Raumteiler wirkt. Die Kosten kamen zu Sprache, als der Architekt schon wieder weg war. Angesetzt waren einmal 18.000 Euro, tatsächlich werden 24.000 Euro fällig. Den Preis hält Bürgermeister Felix Pontow angesichts der Größe der Maßanfertigung für vertretbar. „Aber es war halt zu wenig einkalkuliert.“ Nicola Männich (Bürgerliste) ärgerte sich: „Es ist immer dasselbe.“ Er stimmte gegen diese Mehrkosten.

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