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Weinsberger Verein bringt Bildung voran: Spenden auf dem Weg nach Sierra Leone

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Rainer Höpfer aus Weinsberg war vor zwei Jahren in Sierra Leone. Die Armut in dem Land machte ihn betroffen. Er sammelte Spenden für Kinder – und fand zahlreiche hilfsbereite Menschen in der Region.  


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Menschen und Firmen spenden Spielzeug, Kleidung und vieles mehr für Kinder in Sierra Leone. Sie unterstützen damit das Engagement von Rainer Höpfer aus Weinsberg. Jetzt ist ein Container mit all den Gütern auf dem Weg nach Westafrika. Der 66-jährige Höpfer rechnet damit, dass der Container Ende November im Hafen der Hauptstadt Freetown ankommt. Er selbst will Mitte November nach Sierra Leone fliegen und dort den Transport der Sachspenden durch den Dschungel in den Distrikt Tane vorbereiten. Ein, zwei Monate werde er bleiben, meint er. „So wie wir es in den Griff bekommen.“ Mit Ministerien und lokalen Politikern sei er im Gespräch. „Wir werden schon erwartet.“

Weinsberger Verein „Direkte Hilfe für Tane“ will Schule besser machen

Rentner Höpfer ist „voll begeistert“ von der Welle der Hilfsbereitschaft in der Region. Tage, Wochen und Monate hat der Vorsitzende des Vereins „Direkte Hilfe für Tane“ seine vielfältigen Kontakte genutzt, Privatpersonen, Organisationen und Unternehmen abgeklappert und für seine Idee geworben: Bessere Lernbedingungen für die Kinder in einem der ärmsten Länder der Welt zu schaffen. Der Verein plant eine überdachte Schulküche mit Wasseranschluss und wettergeschütztem Essbereich.

Die Firma Fischer und Zander in Erlenbach beispielsweise unterstützt das Vorhaben mit neuen Solarmodulen, um Licht in den kleinen Ort zu bringen. Andere wie die Physiopraxis Hoffmann in Weinsberg beteiligen sich finanziell an den Kosten für den Container. Eine Recyclingfirma aus Hüffenhardt hilft, die Spenden abzuholen. 

Helfer des Vereins "Direkte Hilfe für Tane" beladen den Container in Obersulm.
Helfer des Vereins "Direkte Hilfe für Tane" beladen den Container in Obersulm.  Foto: privat

Spenden aus der Region Heilbronn: Frachtschiff fährt von Rotterdam nach Freetown

Alle Gegenstände stapelt Höpfer zunächst im Keller und auf dem Dachboden. An einem Samstag transportieren er und seine Helfer die Kisten mit Fahrzeugen und Anhängern zum Container, der zu dem Zeitpunkt auf dem Gelände der Firma Stiegele in Obersulm steht. Der Container – „proppenvoll“, sagt Höpfer – ist mit dem Zug nach Hamburg gebracht worden und von dort geht es auf dem Wasser über Rotterdam, Antwerpen, Le Havre und Dakar zum Zielort.„Danke allen Menschen, die geholfen haben“, sagt Rainer Höpfer.

Die Idee zum Projekt kam ihm nach eigenen Angaben während einer Reise 2023 nach Sierra Leone. Damals besuchte er eine Schule und einen Kindergarten und war bestürzt über die Armut.

Noch ist das Schul-Projekt im Werden, da denkt Höpfer schon an weitere Schritte. Die medizinische Versorgung liegt nach seiner Einschätzung im Argen. Patienten müssten drei Stunden Wegzeit bis ins Krankenhaus in Kauf nehmen. Höpfer überlegt, wie sich das gegebenenfalls mit Sanitätern und ehrenamtlichen Ersthelfern vor Ort besser organisieren lässt.

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