Vor Bürgermeisterwahl in Möckmühl: Kandidaten präsentieren sich bei Stimme-Forum
Der Dreikampf um die Rathausspitze in Möckmühl interessiert die Wähler. Mehr als 200 Besucher verfolgen am Dienstagabend in der Stadthalle, wie sich die Kandidaten beim Forum der Heilbronner Stimme schlagen.

Simon Michler war schon Hauptamtsleiter in Möckmühl und möchte nun den Chefposten im Rathaus. Als Bürgermeister wirkte er bereits in Edingen-Neckarhausen, sein Abgang dort war von Misstönen mit Teilen des Gemeinderats begleitet. Ehemalige Gegenkandidaten hätten Kritik gegen ihn forciert, bezeichnete Michler dieses Kapitel als abgeschlossen.
„In Möckmühl steht Sachpolitik im Vordergrund ohne politisches Geplänkel.“ Er sei auch kein Bürgermeister auf Abruf, betonte er auf die Fragen der Stimme-Redakteure Frank Wittmer und Simon Gajer. „Wir wollen dauerhaft in Möckmühl bleiben.“
Das will auch Roland Schwinger. Er hat als kaufmännischer Angestellter und Selbstständiger berufliche Erfahrungen und sieht die Zeit für „frischen Wind“ in der Stadt gekommen. Dabei setzt er auch auf „unternehmerisches Denken“, das er für sich in Anspruch nimmt. Kay Boschmann ist in der Partei Volt aktiv, betont aber, dass er als Möckmühler und für Möckmühl antrete. „Ich denke gerne nach, bevor ich etwas sage“, entgegnete der 25-Jährige auf die Anmerkung, er wirke mitunter zurückhaltend.
Bürgermeisterwahl: Ordnung und Sicherheit wichtige Themen in Möckmühl
Wie sie es mit der Sicherheit halten, mit dem Kampf gegen Vandalismus und Verkehrsverstöße, wollte ein Leser wissen und empfahl einen Kummerkasten. IT-Fachmann Boschmann würde sich hüten, die Kummerpost automatisiert zu beantworten. „Es ist wichtig, dass ein Mensch dahinter steht“, setzt er auf Bürgernähe – die Mitbewerber Schwinger („Der Mensch steht im Mittelpunkt“) und Michler nicht minder.
Damit Tempolimits eingehalten werden, sieht Michler in Tempotafeln eine Blitzer-Alternative. Bei offiziellen Verkehrsschauen würde er Anwohner mitnehmen. „Ich bin ein Freund davon, das zu öffnen.“
Bei krassen Verstößen müssten Sanktionen folgen, da waren sich die drei einig: „Bei kritischen Situationen“, so Boschmann, „kann man härter durchgreifen.“ Am Sonntag sind 6537 Wahlberechtigte in Möckmühl dazu aufgerufen, einen neuen Bürgermeister zu wählen.
Eine ausführliche Analyse folgt am Mittwoch auf Stimme.de.
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare