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Höhere Grundsteuer für Landwirte
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Bauern sind nicht die Zahlmeister der Nation

  
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Wegen Kinderbetreuung, Unterbringung Geflüchteter und allgemein davongaloppierender Baukosten sich bei bei den Grundstückseignern zu bedienen, ist eine bodenlose Frechheit.

Mit dem neuen Grundsteuerbescheid werden Äcker und Co für Landwirte deutlich teurer.
Mit dem neuen Grundsteuerbescheid werden Äcker und Co für Landwirte deutlich teurer.  Foto: Martin Schutt

Die Grundsteuer ist kein Selbstbedienungsladen für Kommunen, nach dem Motto: „Darf’s ein bisschen mehr sein?“ Dass die Städte und Gemeinden in der allgemeinen Finanznot an jeder Stellschraube drehen, die sich ihnen bietet, mag ja nachvollziehbar sein. Sich aber wegen Kinderbetreuung, Unterbringung Geflüchteter und allgemein davongaloppierender Baukosten bei den Grundstückseignern zu bedienen, ist eine bodenlose Frechheit: Man könnte fast meinen, wer sich ein Äckerle oder ein Wiesle leisten kann, ist ein reicher Großgrundbesitzer.

Grundsteuer A für Landwirte: Kommunen hätten mehr Augenmaß zeigen können

Zumindest bei der Grundsteuer A für landwirtschaftliche Betriebe hätten die Kommunen mehr Augenmaß zeigen können und wie zum Beispiel Neckarsulm die Abgabe nicht erhöhen müssen. Die Landwirte bekommen ohnehin noch etwas aufgebrummt, da sie für ihr Wohnhaus – wie viele andere auch – deutlich mehr bezahlen müssen.

Man muss jetzt nicht das Schlagwort von der Ernährungssicherheit bemühen, aber kann schon kritisch fragen, welchen Stellenwert die Landwirtschaft hat. Zahlmeister der Nation sind die Bauern sicher nicht, dafür verdient ein Nebenerwerbslandwirt einfach zu wenig.

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