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Fest-Bilanz

Talmarkt in Bad Wimpfen: Hitze macht Besuchern und Schaustellern zu schaffen

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Sechs Tage lang konnten sich die Besucher des 1060. Talmarkts ins Vergnügen stürzen. Jetzt verabschiedet sich das traditionelle Volksfest von Bad Wimpfen wieder für ein Jahr. Herausforderungen für Betreiber: Hitze und geringe Kaufkraft.


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Einige Gäste nutzten am Familientag mit ermäßigten Preisen noch einmal die Gelegenheit, auf dem Krämermarkt nützliche Sonderangebote für zu Hause zu shoppen, einen saftigen Burger zu genießen, sich eine Dosis Nervenkitzel in einem der vielen Fahrgeschäfte zu holen oder die beeindruckende Hochseilakrobatik der Familie Traber über dem Lindenplatz zu bestaunen.

1060. Wimpfener Talmarkt: Enorme Hitze macht allen am Familientag zu schaffen

Bei 37 Grad ist die Besucherzahl zur Mittagszeit allerdings sehr überschaubar. Auf dem Festgelände ist wenig los. Vereinzelt bummeln Besucher über den Talmarkt, inspizieren die Auslage der Marktstände oder sitzen mit einem kühlen Getränk am Festzelt unterm Schirm. Einige Fahrgeschäfte stehen still, weil keiner mitfährt. Die Hitze macht Besuchern, aber auch den Marktleuten und Schaustellern sichtlich zu schaffen.


Eine ältere Dame ist mit ihrem Enkelsohn extra aus Sinsheim gekommen, um Riesenrad zu fahren. „Das war toll“, erklärt der Fünfjährige. Jetzt soll es noch ein Eis geben, „aber davor kauft sich die Oma noch einen Sonnenhut“, verkündet die Sinsheimerin.

Tatsächlich sei das Geschäft dieses Jahr schlecht gelaufen, wie ein Standbetreiber berichtet, der namentlich nicht genannt werden will. „Wegen der Hitze bleiben die Leute weg. Und wenn sie kommen, kaufen sie nichts oder handeln den Preis runter“, berichtet er. Tanja Fankhauser ist seit 20 Jahren mit ihrem Kräuterkissen-Stand auf dem Talmarkt vertreten. Dieses Jahr seien die Besucher eher abends ins Tal geströmt, doch „das Kaufverhalten hat sich sehr geändert, inzwischen ist es sehr verhalten. Ich würde mir wünschen, dass die Kaufkraft wieder zunimmt“, erklärt sie.

Talmarkt-Festwirt überlegt, 2026 auch Melone und Wasserbecken anzubieten

Festwirt Otto Gollerthan ist seit 40 Jahren mit von der Partie: „Es war ein durchwachsener Talmarkt. Mittags war es den Leuten einfach zu heiß.“ Er überlege, im nächsten Jahr Wasserbecken zur Abkühlung aufzustellen und auch Melone zu verkaufen. Dennoch: „Die gegrillten Hähnchen mit Kartoffel- und Gurkensalat wurden sehr gern gegessen. Und auch der kalte Wurstsalat.“

„Vor acht Jahren hatten wir 40 Grad, da hat sich der Straßenbelag abgehoben“, erinnert sich Marktmeister Jochen Großkopf. Er bestätigt, dass die Besucherfrequenz an den einzelnen Tagen dieses Jahr recht unterschiedlich ausfiel. „Der Auftakt am Freitag war sehr gut besucht, und die Hochseilshow hatte immer viele Zuschauer. Ein Highlight war auch der ökumenische Gottesdienst am Sonntag, der erstmals stattfand“, berichtet Großkopf. Gut angekommen sei das Programm und auch das kulinarische Angebot, „da habe ich keine Klagen gehört“. Auseinandersetzungen habe es keine gegeben. „Es war ein friedlicher Jubiläumstalmarkt.“

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