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Aquatoll-Comeback in Neckarsulm: Rückzug des Investors offenbar ein Gerücht

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Hartnäckig halten sich Vermutungen, PL-Immoinvest habe Interesse an der Sanierung des einstigen Neckarsulmer Spaßbads Aquatoll verloren. Zu langsam gehe es im  Rathaus voran. Beteiligte winken ab. Der Investor ist für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.


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Nach dem medienwirksamen Auftritt vor acht Wochen von Investor, Architekt, Berater und Neckarsulms Oberbürgermeister Steffen Hertwig (56, SPD) im stillgelegten Aquatoll ist es ruhig geworden um das einstige Spaßbad. Piyer Lahdo, Prokurist von PL-Immoinvest in Beindersheim (Rheinland-Pfalz) möchte nicht nur das Spaßbad zu einem Familienbad umbauen. In nächster Nähe sollen auch ein Museum und ein Hotel entstehen. Nun kamen Gerüchte auf, wonach sich PL-Immoinvest aus dem Geschäft zurückziehen möchte. Zu langsam würden die Mühlen im Rathaus in Neckarsulm (Landkreis Heilbronn) mahlen, hieß es.

Was also ist dran an dem Gerücht? Lahdo war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Er gilt als pressescheu. Bei der Präsentation vor acht Wochen mussten sich Journalisten verpflichten, dass keine Fotos von ihm veröffentlicht werden.

OB Hertwig zu Aquatoll-Sanierung: „Es besteht kein Grund, unsicher zu werden.“

„Was hinter verschlossenen Türen gesprochen wird, kann ich nicht nach außen tragen“, sagt Hertwig. Bei solch einem Projekt werde auch mal Klartext gesprochen. Es bestehe aber kein Grund, unsicher zu werden. Man sei dabei, die Verträge zu verhandeln. Hertwig geht von einem Zeitraum von vier bis sechs Wochen aus.


Bei der Pressekonferenz vor acht Wochen hatte er angekündigt, dass in „drei bis vier Monaten“ aus der derzeitigen Absichtserklärung (Letter of Intent), ein Vertragswerk entstehen könne. Darauf bezogen liegt man im Zeitplan. „Dann muss noch der Gemeinderat zustimmen und dann geht es zum Notar.“

Aquatoll-Neustart: Architekt ist der Meinung, dass alles schneller gehen müsse

Etwas vorsichtiger formuliert es Architekt Ulrich Bechler (88). „Es kann schon sein, dass der Investor ungeduldig geworden ist. Ich habe aber den Eindruck, dass er bei der Stange bleibt.“ Auch er als Architekt ist der Meinung, dass alles schneller gehen müsse. „Man weiß ja, wie die Bürokratie ist.“ Es sei noch viel zu tun. Arbeitspläne müssten gemacht werden, es müsse ausgeschrieben werden, parallel dazu seien ein Bebauungsplan für Museum und Hotel notwendig. Es brauche Statiker und Fachingenieure für Badewassertechnik.

„Das Aquatoll muss neu überplant werden. Wenn alles unterschrieben ist, sind wir die Ersten, die marschieren.“


Ex-Baubürgermeister Grabbe: Zusammenarbeit mit Investor sei vertrauensvoll

Wir, damit ist auch Klaus Grabbe gemeint. Der Mentor des Projekts und frühere Baubürgermeister von Neckarsulm sagt, er habe die Aussage mehrfach gehört. „Da hat jemand Interesse daran, solche Dinge in Umlauf zu bringen. Wir sind alle bei der Arbeit. Es geht voran“, sagt der 74-Jährige. Jedes Projekt benötige eine Planungsphase. Die Zusammenarbeit mit dem Investor bezeichnet Grabbe als vertrauensvoll. Man könne nicht von heute auf morgen die Bagger anrollen lassen. „Es gibt keinen Anlass anzunehmen, dass irgendwas nicht rund läuft.“ 

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