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Nach Comeback von Norbert Rier
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„Ich bin überwältigt“: Das sagen Fans zum Heilbronner Konzert der Kastelruther Spatzen

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Die einen erleben die Kastelruther Spatzen zum ersten Mal live, die andere kann auf mindestens 1000 Auftritte zurückblicken. Beim Konzert am Donnerstag in Heilbronn erzählen Fans, was sie an den Volksmusikern aus Südtirol fasziniert.

„Wie sich das gehört, wenn schon, dann gescheit“ ist diese Gruppe aus der Region Bad Mergentheim in Tracht angereist. Für die meisten der fünf jungen Männer ist es das erste Konzert der Kastelruther Spatzen.
„Wie sich das gehört, wenn schon, dann gescheit“ ist diese Gruppe aus der Region Bad Mergentheim in Tracht angereist. Für die meisten der fünf jungen Männer ist es das erste Konzert der Kastelruther Spatzen.  Foto: Kreet, Martina

„Entspannen, abschalten, die Seele baumeln lassen“, fasst Sänger Norbert Rier auf der Bühne in der Harmonie zusammen, worauf sich die Konzertbesucher die nächsten gut zwei Stunden einstellen können. Nachdem der ursprünglich für November geplante Auftritt verschoben werden musste, legen die Volksmusiker aus Südtirol auf ihrer „Friedensadler“-Tournee am Donnerstagabend schließlich ihren Halt in Heilbronn ein.

Und weil Frontmann Norbert Rier, der zuletzt gesundheitsbedingt eine Auszeit nehmen musste, wieder mit an Bord ist, ist die Freude im Publikum entsprechend groß. „Viele haben gebetet für mich, das hat geholfen, das hat’s gebraucht“, bedankt sich der 65-Jährige.

Nach dem Heilbronner Konzert ist vor dem Spatzenfest in Kastelruth

Nicht wenige Anhänger der Kastelruther Spatzen sind in Tracht erschienen. „Wie sich das gehört, wenn schon, dann gescheit“, sagt Marius Stilling und lacht. Der 22-Jährige ist Teil einer Freundesgruppe, die aus der Region Bad Mergentheim angereist ist. „Wir sind seit einigen Jahren Fans“, erzählt Lorenz Krummrein, der ebenso dazugehört wie Enrico Trupp, Andreas Hauf und Lukas Meder.

Was die fünf jungen Männer zur volkstümlichen Schlagermusik gebracht hat? Beim einen hatte der Großvater einen Anteil daran, weil in dessen Auto immer Lieder der Spatzen liefen. Beim anderen sind es die Eltern gewesen, die bereits auf Konzerten waren. Grundsätzlich, so erklärt das Quintett, komme man aus einer ländlich geprägten Gegend, in der die Spatzen generationenübergreifend gehört werden und auf Dorffesten zu fortgeschrittener Stunde gerne „Eine weiße Rose“ aufgelegt wird.

Vom Auftritt der Südtiroler in Heilbronn sind Stilling, Krummrein, Trupp, Hauf und Meder jedenfalls begeistert. Und einen Entschluss haben die Freunde auch schon gefasst: Gemeinsam wollen sie unbedingt zum traditionellen Spatzenfest in Kastelruth. Wie ein Familientreffen ist das mehrtägige Event, was aber auch für ein normales Konzert gilt wie am Donnerstag in der Harmonie.

Gundula Hagner (links) aus Neckargartach ist Spatzen-Fan seit 1992 und hat bestimmt 1000 Auftritte erlebt - "wenn nicht sogar mehr“.
Gundula Hagner (links) aus Neckargartach ist Spatzen-Fan seit 1992 und hat bestimmt 1000 Auftritte erlebt - "wenn nicht sogar mehr“.  Foto: Kreet, Martina

Langjähriger Fan über Sänger Norbert Rier: „Er hat ein sehr gutes Herz“

Aus Burladingen, Sinsheim und Zwickau hat Gundula Hagner Bekannte ausgemacht in der Menge. Wie viele Spatzen-Konzerte sie schon erlebt hat? So genau weiß die Neckargartacherin das nicht. „1000 bestimmt, wenn nicht sogar mehr.“ Eine Freundin lud Hagner 1992 zum Auftritt von Norbert Rier und seinen Bandkollegen in die Harmonie ein. „Wir sind ganz oben auf der Empore gesessen“, erinnert sich die 69-Jährige, um die es damals geschehen war. „Ich habe gesagt, die gefallen mir, ich muss da vor.“ Die Musik der Spatzen ermögliche es ihr, dem Alltagsstress zu entkommen, so Hagner.

Den Kastelruthern hält sie seither die Treue. Auch ist Gundula Hagner Ansprechpartnerin für den Fanclub „St. Oswald“, der etwa 25 Mitglieder hat. Zu Norbert Rier habe sich mit der Zeit eine Freundschaft entwickelt, erzählt die Kommunalpolitikerin. Schon einige Male habe sie den Sänger, der in seiner Heimat eine Haflinger-Zucht betreibt, auf seinem Hof besucht. „Er kann nie Nein sagen, er hat ein sehr gutes Herz“, schwärmt Hagner. Ihr Fazit am Donnerstabend nach dem Auftritt? „Ich bin überwältigt.“

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