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Weihnachtsgebäck im September: Warum Kaufland und Lidl so früh damit starten

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Jedes Jahr wird Weihnachtsgebäck spätestens ab Anfang September verkauft, fast vier Monate vor Heiligabend – auch bei Kaufland und Lidl. Das hat einen einfachen Grund.


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Das erste Septemberwochenende wartet mit Sonne und Temperaturen bis zu 26 Grad auf. Wer dieser Tage jedoch einkaufen geht, läuft vorbei an prall gefüllten Regalen mit Lebkuchen, Spekulatius, Dominosteinen und Christstollen.

Auf den Aufstellern und Verpackungen prangen Schneeflocken, Weihnachtssterne und Engel – fast vier Monate vor Heiligabend. Oftmals ist das Weihnachtsgebäck schon in der letzten Augustwoche zu haben.

Sonne im Spätsommer, doch die Regale sind schon voller Lebkuchen und Christstollen

Es ist in Deutschland fast ein Ritual geworden. Die einen regen sich auf, dass das Weihnachtsgebäck so früh verkauft wird, die anderen freuen sich darüber und naschen auch Mitte September gerne Lebkuchen oder Dominosteine, wenn nicht sogar das ganze Jahr über. 

In Umfragen zeigt sich diese Spaltung ebenfalls. In einer YouGov-Befragung sprechen sich zwei Drittel dagegen aus, dass Weihnachtsgebäck ab August verkauft wird, ein Drittel ist dafür. Die überwiegende Mehrheit greift demnach erst im November oder Dezember zu, nur knapp jeder Zehnte kauft Weihnachts-Süßigkeiten im August oder September. 

Kaufland: Kunden nehmen im Herbst angebotenes Weihnachtsgebäck gerne an

Doch wie erklären die Supermärkte den verfrühten Weihnachtszauber? Eine Sprecherin von Kaufland erklärt, der bundesweite Verkauf der Weihnachtsware sei „wie branchenüblich“ Ende August bis Anfang September gestartet. „Unsere Filialen werden in dieser Zeit nach und nach mit den ersten Weihnachtssüßwaren beliefert.“ Schoko-Weihnachtsmänner, Marzipan und die übrigen Weihnachtsartikel gebe es dann erst Ende September.

Lebkuchen und Spekulatius stehen bei Kaufland spätestens ab September im Regal. Die Kunden würden die Weihnachtsware rege nachfragen, erklärt das Unternehmen.
Lebkuchen und Spekulatius stehen bei Kaufland spätestens ab September im Regal. Die Kunden würden die Weihnachtsware rege nachfragen, erklärt das Unternehmen.  Foto: Kaufland

„Unsere Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass unsere Kunden das frühe Angebot an Weihnachtsgebäck gerne annehmen“, so die Sprecherin weiter. „Das beobachten wir nicht nur in unseren Filialen, sondern auch über die Reaktionen auf unseren Social-Media-Kanälen.“ Da die Kaufland-Märkte regelmäßig mit Nachschub beliefert werden, sei die Frische der Ware sichergestellt.

Außerdem will das Unternehmen mit dem Mythos aufräumen, dass das Weihnachtsgebäck jedes Jahr früher verkauft würde. Der Starttermin sei „seit jeher“ gleich. Auch die Stimme-Redaktion hat das Phänomen der verfrühten Weihnacht in der Vergangenheit aufgegriffen, bereits in einer Ausgabe im Jahr 2002 waren Lebkuchen-Angebote im August Thema. 

Lidl zu Weihnachtsgebäck im September: Orientieren uns an Bedürfnissen am Markt

Ähnlich äußert sich eine Lidl-Sprecherin auf Anfrage unserer Redaktion. „Lidl orientiert sich bei Aktionszeiträumen am Markt und an den Bedürfnissen der Kunden.“ Die erste Weihnachtsware sei in allen Lidl-Märkten im Laufe des Septembers im Angebot. Produziert werde sowohl vor als auch während der Saison, damit immer genug Nachschub bis Weihnachten vorhanden ist.

Regionale Vertreter von Rewe und Edeka haben auf Anfrage unserer Redaktion keine Stellung zu dem Thema genommen.

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