"Reichsbürger"-Razzia: Polizei durchsucht Haus in Mainhardt
Aufgrund des Verbots des Vereins „Königreich Deutschland“ kam es zu mehreren Razzien. Einsatzkräfte durchsuchten auch ein Wohngebäude in Mainhardt-Bubenorbis, allerdings erfolglos.
Nach dem Verbot der „Reichsbürger“-Gruppe „Königreich Deutschland“ wurde auch in Baden-Württemberg ein Objekt durchsucht. Dabei handelte es sich um ein Haus in der 6.200-Einwohner-Gemeinde Mainhardt (Landkreis Schwäbisch Hall) im Stadtteil Bubenorbis, wie Lars Harmsen, Pressesprecher im Bundesinnenminsteriums (BMI), der Heilbronner Stimme bestätigte. Weitere Angaben machten die Behörden dazu zunächst nicht.
Später wurde bekannt: Es handelte sich um die falschen Personen, die angetroffen wurden. Die Durchsuchung der Polizei habe direkt abgebrochen werden müssen. Das berichtete das Portal SWP unter Berufung auf Sprecher Harmsen.
"Reichsbürger"-Razzia: Polizei durchsucht Haus in Mainhardt
„Das heutige Verbot des „Königreichs Deutschland“ und seiner Teilorganisationen zeigt: Wir haben eine wehrhafte Demokratie“, sagte Innenminister Thomas Strobl (CDU). „Den Feinden unseres Rechtsstaats treten wir entschlossen entgegen.“ Nach Angaben des Bundesinnenministeriums durchsuchten Einsatzkräfte der Polizei ab den frühen Morgenstunden von dem Verein genutzte Gebäude sowie Wohnungen führender Mitglieder in Baden-Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte zuvor die Gruppe, die sich "Königreich Deutschland“ (KRD) nennt, verboten. Laut Verfassungsschutz Baden-Württemberg verfolgte der Verein „langfristig die Ersetzung der rechtsstaatlichen Ordnung durch eine eigene, fiktive Struktur“, wie das Innenministerium schrieb. Der Verfassungsschutz bezeichnete das KRD in seinem Bericht 2023 als die zwischenzeitlich bedeutendste Gruppierung des „Selbstverwalter“-Milieus im Land. Man gehe derzeit von einer dreistelligen Zahl an Unterstützern in Baden-Württemberg aus.

Stimme.de