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Wegen Schnee und Glätte: Zahlreiche Unfälle in Baden-Württemberg

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Ein Auto mit Sommerreifen, ein schwer verletztes Mädchen und ein Fahrer, der trotz eines Unfalls zur Arbeit fährt: Bei Schnee und Glätte kam es stellenweise zu Chaos auf den Straßen in Baden-Württemberg.

Von red/dpa

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Bei Schnee und Glätte ist es in Baden-Württemberg zu Unfällen mit mehreren Verletzten gekommen. Polizei und Rettungskräfte waren zwischenzeitlich im Dauereinsatz unterwegs. Im Zuständigkeitsbereich des Heilbronner Präsidiums wurden etwa bis 23 Uhr insgesamt 46 Einsätze verzeichnet. Hier war es jedoch gegen 20 Uhr ruhiger geworden, wie ein Sprecher mitteilte. Doch auch anderswo kam es zu Karambolagen. 

Sieben Menschen nach Glätte-Unfall bei Willstätt im Krankenhaus: 15-Jährige schwer verletzt

Wie die Polizei mitteilte, wurde ein 15 Jahre altes Mädchen bei Willstätt (Ortenaukreis) am Freitagabend bei einer Kollision auf glatter Straße schwer verletzt. Sechs weitere Menschen wurden bei dem Unfall leicht verletzt. Beim Abfahren von der Bundesstraße geriet dabei ein 41 Jahre alter Fahrer mit seinem Wagen auf die Gegenfahrbahn – und kollidierte fast frontal mit einem entgegenkommenden Auto. Alle sieben Verletzten kamen in ein Krankenhaus.

Lkw stehen quer, Unfall mit Beckenbruch: Glätte-Chaos rund um Mosbach

Auf glatter Straße geriet auch in Mosbach (Neckar-Odenwald-Kreis) ein Fahrer mit seinem Auto in den Gegenverkehr. Sein Wagen stieß mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammen. Der Beifahrer erlitt laut Polizei vermutlich einen Beckenbruch und kam in ein Krankenhaus. Bei anderen Unfällen in der Region rutschten Lastwagen quer über die Straße und kamen zum Stehen – was teils zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führte.

Fahrer fährt nach Glätte-Unfall bei Ravensburg weiter zur Arbeit

Ein 34 Jahre alter Fahrer kam auf der Bundesstraße 30 bei Ravensburg am Freitagabend von der Straße ab. Den Angaben nach fuhr er zu schnell auf der schneeglatten Fahrbahn und sein Wagen prallte gegen eine Leitplanke. Obwohl das Fahrzeug stark beschädigt war, fuhr der Mann weiter zu seiner Arbeit. Erst später meldete er den Unfall bei der Polizei.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Ulm kam es in der Nacht bis zum Morgen zu rund 25 Unfällen auf glatten Straßen. Ein Mensch sei dabei leicht verletzt worden, teilte ein Sprecher der Polizei mit.

Mit Sommerreifen und zu schnell unterwegs: Fahrer prallt bei Friedrichshafen gegen Leitplanke

Auch der Bodenseekreis war von den winterlichen Straßenverhältnissen betroffen. In der Nacht verlor ein 34 Jahre alter Fahrer auf der Bundesstraße 31 bei Friedrichshafen die Kontrolle über sein Auto und prallte frontal gegen die Mittelschutzplanke. Den Angaben zufolge war der Mann nach dem Schneefall zu schnell unterwegs. Sein Auto war auf der Hinterachse noch mit Sommerreifen ausgestattet.

In Ellwangen im Ostalbkreis wurde ein 67-Jähriger schwer verletzt, als er am Freitagnachmittag auf einem Radweg mit seinem Pedelec auf der schneebedeckten Straße ins Rutschen kam und stürzte. 

Unfall mit Streufahrzeug: 20-Jähriger kommt bei Kernen von Straße ab und kippt um

Ein 20-Jähriger kam mit einem Streufahrzeug in Kernen (Rems-Murr-Kreis) in der Nacht ebenfalls von der Straße ab, das Fahrzeug kippte dabei auf die Seite.

Bei Schnee und Glätte kam es auch im Landkreis Schwäbisch Hall zu mehreren Unfällen. In Kirchberg an der Jagst wurde ein 27-Jähriger leicht verletzt, als er am Freitagabend mit seinem Wagen ins Rutschen kam. Sein Auto blieb laut Polizeiangaben in einem Böschungsbereich liegen. 

Kurz danach kam ein 28-Jähriger auf der Autobahn 6 bei Braunsbach ins Schleudern. Bei dem Unfall wurde der 25-jährige Mitfahrer leicht verletzt. 

Wetterdienst kündigt weiterhin Schnee und Frost in Baden-Württemberg an

Dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge ziehen auch am Samstag weiterhin Schnee- oder Schneeregenschauer durch das Land, vereinzelt können kurze Gewitter auftreten. Demnach ist in Baden und bis zur Alb gebietsweise mit einem bis drei Zentimeter Neuschnee zu rechnen. In der Nacht zum Sonntag soll es noch vereinzelt Schneeschauer geben. Bei Tiefstwerten zwischen minus 2 und minus 10 Grad könne es zudem örtlich glatt werden, berichtete der DWD.

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