Auto raste am Stuttgarter Olgaeck in Menschengruppe – Stadt zieht Konsequenzen
Anfang Mai raste ein 42-Jähriger in Stuttgart mit einem Geländewagen in eine Menschengruppe. Es gab acht Verletzte, eine Frau starb wenig später im Krankenhaus. Jetzt reagiert die Stadt mit einem Tempolimit.
Nach dem Unfall an der Stadtbahnhaltestelle Olgaeck in Stuttgart Anfang Mai, bei dem eine Frau starb und sieben weitere Menschen verletzt wurden, wird gegen den mutmaßlichen fahrer wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Die Stadt Stuttgart reagiert zudem mit der Anordnung eines Tempolimits.
Tempo 30 am Unglücksort: Stadt Stuttgart ordnet zieht Konsequenzen nach Unfall
Am Dienstag ordnete die Straßenverkehrsbehörde der Landeshauptstadt an, dass im Bereich rund um das Olgaeck Tempo 30 eingeführt werden soll. Einen genauen Zeitpunkt, ab dem das neue Tempolimit greift, gibt es noch nicht.
Fest steht, es kommt in zwei Stufen: Zunächst wird die Begrenzung von oberhalb des Charlottenplatzes bis zur unteren Alexanderstraße eingeführt. In einem zweiten Schritt soll Tempo dreißig dann bis zur Jakobschule und zur Galileo Grundschule gelten, hieß es von der Stadt.
Tödliche Unfälle am Olgaeck in Stuttgart gab es schon mehrfach
Die Anordnung deckt sich mit Forderungen der Volt- und SPD-Fraktion im Beirat Mobilität der Stadt. In einem Antrag forderten die beiden Fraktionen eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde im Bereich am Olgaeck. In der Begründung wurde auch ein weiterer tödlicher Unfall im Jahr 2021 an der Stelle thematisiert.
Der Unfall mit dem Geländewagen im Mai war nämlich nicht der erste seiner Art. An der Kreuzung starben Juli 2021 und März 2025 zwei weitere Fußgänger, wie der Kreisverband Stuttgart des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) schreibt.
Tempo 30 an allen oberirdischen Stadtbahnhaltestellen? Diese Forderungen gibt es in Stuttgart
Die Fraktion „Die Linke SÖS Plus“ ging bei einem Antrag im Beirat Mobilität noch weiter, als die SPD- und Volt-Fraktionen und forderte Tempo 30 an allen oberirdischen Stadtbahnhaltestellen, an denen es parallel zur Fahrbahn Fußwege gibt.
Die AfD Fraktion forderte eine „bauliche Trennung zwischen Straßenbahnsteigen und Fahrbahn zu prüfen“, lehnte Tempo 30 aber ab, „solange keine fundierte Gefährdungsanalyse vorliegt, die eine pauschale Geschwindigkeitsbegrenzung rechtfertigt“, heißt es im Antrag im Beirat Mobilität.

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