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Bildungsplan

Baden-Württemberg prüft, das Fach Informatik zu stärken

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Informatik könnte in den weiterführenden Schulen ein stärkeres Gewicht bekommen. Noch vor der Sommerpause will das Kultusministerium in Stuttgart Details präsentieren. Das hört ein Brackenheimer sehr gern.

Informatik könnte im Unterricht einen stärkeren Stellenwert erhalten. Das freut auch den Brackenheimer Franz Eduard Gruber, der auf Landesebene mit einer Initiative darauf hindrängt.
Informatik könnte im Unterricht einen stärkeren Stellenwert erhalten. Das freut auch den Brackenheimer Franz Eduard Gruber, der auf Landesebene mit einer Initiative darauf hindrängt.  Foto: Sebastian Gollnow

Die Digitalisierung in Schule und Verwaltung treibt Franz Eduard Gruberaus Brackenheim um. Zusammen mit dem Philologenverband aus dem Land sowie Michael Resch, der an der Universität in Stuttgart als Direktor das dortige Höchstleistungsrechenzentrum verantwortet, führt er seit Monaten Gespräche und schreibt Briefe an verschiedene Abteilungen der Landesregierung, um bei dem Thema voranzukommen. Das alles hat für ihn nur einen Grund. Digitalkompetenz, so der Brackenheimer, sei entscheidend für den Wohlstandserhalt. „Die Stärkung der informatischen Bildung in der Schule ist notwendig, um Innovationskraft und Wohlstand für unser rohstoffarmes Bundesland zu erhalten“, hieß es sogar in einem Brief an den Ministerpräsidenten.

Nun ist die Freude groß: Bei den Schulen kommt Bewegung rein. Ist es auch Erfolg dieser Initiative aus der Region? Das ist für Franz Eduard Gruber zweitrangig. "Es geht ums Land", sagt der Brackenheimer, der Mitarbeiter von IBM und SAP war und eine Firma gegründet hat. "Es geht nicht um mich persönlich."

Mehr Informatik in Baden-Württemberg ab Klasse fünf: Das ist der Stand der Gespräche

Die Gruppe um Franz Eduard Gruber hatte sich zunächst lediglich dafür eingesetzt, dass es in einem ersten Schritt an den allgemeinbildenden Gymnasien zu einem eigenständigen Fach Informatik kommen soll. Bei Gymnasien könnte es nun allerdings gar nicht bleiben, offenbar soll Informatik an allen Schularten ab Klasse fünf ausgebaut werden.

Das Kultusministerium in Stuttgart will sich aktuell nicht konkret dazu äußern. "Da ist einiges im Fluss", sagt Pressesprecher Jochen Schönmann auf Anfrage der Heilbronner Stimme. Es gehe unter anderem darum, Pläne für die allgemeinbildenden Gymnasien zu entwickeln, die ab Herbst 2025 wieder in neun Jahren zum Abitur führen sollen, sowie um alle anderen weiterführenden Schulen. Zudem müssten noch Gespräch mit der CDU geführt werden. Das Kultusministerium wird von Grünen-Politiker Theresa Schopper geführt. Dass Informatik aufgewertet werden solle, habe Ministerpräsident Winfried Kretschmann bereits vor einigen Monaten gesagt, so Jochen Schönmann. Es gebe noch keinen Beschluss, der folge aber vor der Sommerpause.

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