Geständnis nach Missbrauch am Erlebnisbad Rulantica: „Ich bereue es sehr“
Ein Mann soll ein sechsjähriges Mädchen aus dem Erlebnisbad Rulantica in Rust gelockt und missbraucht haben. Im Gerichtsprozess gesteht er nun.
Im Prozess um den mutmaßlichen sexuellen Missbrauch eines Kindes im südbadischen Rust hat ein angeklagter Mann ein Geständnis abgelegt. Er soll ein sechsjähriges Mädchen aus dem Erlebnisbad Rulantica gelockt und in einem Maisfeld sexuell missbraucht haben. „Ich bereue sehr, dass das geschehen ist“, ließ der 31-Jährige vor dem Landgericht in Freiburg über seinen Anwalt erklären. „Ich kann mir auch nicht erklären, wie es dazu kommen konnte.“
Prozess um Missbrauch bei Rulantica: Verdächtiger soll Mädchen (6) aus Erlebnisbad gelockt haben
Zuvor hatten sich Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Kammer auf einen Strafrahmen für den Mann verständigt. Wahrscheinlich ist nun eine Haftstrafe zwischen mindestens drei Jahren und neun Monaten sowie höchstens vier Jahren und neun Monaten Gefängnis, sagte der Vorsitzende Richter.
Zu Details und Fragen will sich der Angeklagte erst zu einem späteren Zeitpunkt äußern. Die Eltern des Mädchens sagten zum Schutz des Kindes hinter verschlossenen Türen aus. Nach dem Tatverdächtigen hatte die Polizei gefahndet. Schließlich war er in Rumänien verhaftet worden.
Mädchen aus Erlebnisbad Rulantica gelockt und missbraucht – Verdächtiger vor Gericht
Der Fall hatte im vergangenen Sommer bundesweit Entsetzen ausgelöst: Der Mann soll das Kind aus dem Schwimmbad gelockt und sexuell missbraucht haben. Erst Stunden später wurde das Kind mehrere Kilometer entfernt in einem Wald entdeckt – verletzt und nur mit Bikini und Badeschlappen bekleidet.
Dem Angeklagten aus Rumänen wird unter anderem sexueller Missbrauch, sexuelle Nötigung und versuchte gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Nach dem Vorfall hatte auch der Europa-Park, zu dem das Erlebnisbad gehört, Stellung zum Sicherheitskonzept bezogen.
Stimme.de