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Immer mehr Paket- und Postfilialen im Einzelhandel: Woran liegt das?

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Pakete kann man mittlerweile quasi überall abgeben. Die Zahl der DHL/Postpartnerfilialen nimmt zu. Der Einzelhandel profitiert finanziell von dieser Kooperation.


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Um ein Paket zurückzuschicken, gehen die meisten nicht mehr in die klassische Postfiliale - sie gehen in den Supermarkt, in den örtlichen Schreibwarenladen oder auch mal in eine Reinigung. Der Eindruck, dass es von diesen Partnerfilialen immer mehr gibt und von klassischen Postfilialen immer weniger, ist richtig.

Post: Immer mehr Partnerfilialen in Baden-Württemberg

2024 gab es in Baden-Württemberg 1766 Partnerfilialen, bundesweit sind es über 12.000, und 1023 DHL-Paketshopts. Demgegenüber gab es nur noch 289 Verkaufspunkte (2014: 641) und 56 Postbankfilialen (2014: 118). Die Zahl der Packstationen ist von 313 im Jahr 2014 auf 1745 im Jahr 2024 gestiegen. 

Partnerfilialen sind Post/DHL-Annahmestellen, die an Einzelhandelsgeschäfte angeschlossen sind. Verkaufspunkte sind Geschäfte, die ebenfalls eigentlich beispielsweise ein Schreibwarengeschäft sind, aber in begrenztem Umfang auch Postprodukte anbieten - zum Beispiel Briefmarken. Um als unabhängiges Geschäft zusätzlich auch ein DHL-Paketshop zu werden, muss man lediglich ein „etabliertes Geschäft“ sein und einen Quadratmeter Ladenfläche besitzen. Wer Post-Partnerfiliale werden möchte, benötigt eine Verkaufsfläche von 4,6 Quadratmetern sowie eine Lagerfläche von einem Quadratmeter. Außerdem muss das Geschäft von Montag bis Samstag geöffnet sein.

Paket- und Postfilialen im Einzelhandel: Händler erhalten monatlichen Grundbetrag von der Post

Mit der Post zu kooperieren lohnt sich für die Einzelhändler: Jeden Monat erhalten die Einzelhändler von der Post einen festen Grundbetrag. Darüber hinaus erhalten sie eine umsatzabhängige Vergütung für „einzelne Tätigkeiten“, wie beispielsweise die Annahme von Paketen. „Klar ist aber auch, dass das Postgeschäft finanziell nicht das Gesamtgeschäft des Einzelhändlers allein tragen kann“, sagt ein Sprecher auf Nachfrage. Wie hoch der jeweilige Grundbetrage für die Einzelhändler ist, wollte die Deutsche Post nicht angeben, zu konkreten Vertragsinhalten äußere man sich nicht. 

„Das Angebot von Postdienstleistungen bringt dem örtlichen Einzelhandel Frequenz und damit zusätzliche Umsätze, weil Konsumenten neben den Postdienstleistungen auch andere Waren und Dienstleistungen erwerben. Damit leistet das Partner-Modell auch einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des Einzelhandels in den Städten und Gemeinden“, erklärt ein Sprecher der Deutschen Post.

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