Kurz nach Tarifeinigung
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Deutsche Post streicht bundesweit 8000 Stellen im Brief- und Paketbereich

  
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Briefträger und Paketboten konnten sich erst kürzlich etwas freuen: Ein neuer Tarifvertrag gestand ihnen eine bessere Bezahlung zu. Nun werden allerdings Tausende Stellen abgebaut.

Von red/dpa

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Die Deutsche Post baut bundesweit bis zum Jahresende 8000 Stellen ab. Das Unternehmen begründete dies mit hohen Kosten. Es geht um den Brief- und Paketbereich von DHL in Deutschland, der rund 187.000 Beschäftigte hat.

In welchem Umfang Baden-Württemberg oder die Region Heilbronn vom Stellenabbau bei der Deutschen Post betroffen sein werden, ist noch nicht abzusehen. Dazu könne man zum derzeitigen Zeitpunkt nichts sagen, erklärte ein Sprecher auf Anfrage. Auch zur Frage, ob weitere Filialen in naher Zukunft geschlossen werden, konnte der Sprecher keine Angaben machen.

Deutsche Post streicht 8000 Stellen: Vor kurzem erst Tarifeinigung

Erst vor wenigen Tagen kam es zu einer Einigung im Post-Tarifstreit: Die rund 170.000 Briefträger, Postboten und anderen Logistikmitarbeiter der Deutschen Post erhalten vom 1. April an 2,0 Prozent mehr Geld. Ab 1. April 2026 soll es dann eine weitere Erhöhung um 3,0 Prozent geben. Darauf haben sich das Unternehmen und die Gewerkschaft Verdi in der vierten Verhandlungsrunde geeinigt, wie die Deutsche Post und Verdi mitteilten. 

Immer wieder Streiks bei der Post in den vergangenen Wochen

Außerdem gibt es ab 2026 für alle einen Tag mehr Urlaub. Wer 16 Jahre oder länger bei der Post beschäftigt ist, bekommt einen zweiten zusätzlichen Urlaubstag. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten und beginnt rückwirkend zum 1. Januar.

In den vergangenen Wochen hatten sich Tausende Beschäftigte an ganztägigen Warnstreiks beteiligt. Gestreikt wurde unter anderem in den Paket- und Briefzentren sowie in der Paket-, Brief- und Verbundzustellung. In der Folge kamen zahlreiche Sendungen erst mit Verspätung an.

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