Polarlichter leuchten am Himmel über Baden-Württemberg
In der Nacht waren über Deutschland Polarlichter zu sehen – auch in Teilen Baden-Württembergs leuchtete der Himmel bunt. Grund dafür war eine stärkere Eruption der Sonne.
Wer einen Blick in den Nachthimmel geworfen hat, konnte über vielen Teilen Deutschlands Polarlichter beobachten – auch in Baden-Württemberg war das Spektakel teils sichtbar. Verantwortlich dafür sei ein sogenannter geomagnetischer Sonnensturm, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Wegen der Stärke des Sonnensturms seien die Lichter in der Nacht bis zu den Alpen zu sehen gewesen.
Polarlichter über Baden-Württemberg: leuchtender Himmel in der Nacht
„Wir hatten eine stärkere Eruption der Sonne und die ist jetzt bei uns angekommen“, sagte Markus Bayer, Meteorologe beim DWD. Durch die Eruption flogen Teilchen von der Sonne in Richtung Erde.
Sie werden bei Sonnenstürmen vom Erdmagnetfeld in Richtung Pole gelenkt und dringen in die Erdatmosphäre ein, heißt es auf der Webseite des DWD dazu. „In den oberen Schichten der Atmosphäre treffen die geladenen Teilchen auf Luftmoleküle und regen diese zum Leuchten an.“
Polarlichter erleuchten Nachthimmel: Spektakel auch in Hohenlohe gut zu sehen
In Baden-Württemberg seien die Polarlichter in der Region Freiburg über 500 Meter, generell im Schwarzwald, auf der Schwäbischen Alb, im Bereich Stuttgart und Hohenlohe gut zu sehen gewesen, sagte Meteorologe Kai-Uwe Nerding vom Deutschen Wetterdienst (DWD).
"Es gibt nicht tagtäglich Polarlichter in Deutschland", erklärte er. "In der Ausprägung, wie in der letzten Nacht, war es ein seltenes Ereignis." Zwischen 22 Uhr und etwa 23.15 Uhr hätten viele Nutzer über die Warnwetter-App Polarlichter gemeldet.
"Das war die Zeit, wo es deutschlandweit gut zu sehen war, bis auf die Regionen, die durch Nebel getrübt waren." Allein für Baden-Württemberg habe es 200 solcher Meldungen gegeben.
Polarlichter über Baden-Württemberg zu sehen – Auswirkungen auf Satelliten möglich
Der geomagnetische Sturm erreichte Montagabend die zweithöchste Stufe G4, wie die US-Atmosphärenbehörde Noaa berichtete. Möglich seien bei dieser Stärke unter anderem Auswirkungen auf Satelliten. So könne auch das GPS-System ausfallen.
Die Eruptionswolke der Sonne habe die Strecke zwischen Sonne und Erde in nur etwa 25 Stunden bewältigt, berichtete die Astronomie-Plattform „Spaceweather“. Das sei extrem schnell. Normalerweise benötige eine solche Wolke für diese Strecke drei bis vier Tage


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