Stimme+
Energieversorger

Strom wird teurer: Nach der Zeag hebt auch die EnBW die Preise kräftig an

   | 
Lesezeit  1 Min
Erfolgreich kopiert!

Zum Jahreswechsel hat der Heilbronner Grundversorger Zeag seine Strompreise erhöht, nun zieht die EnBW nach – und zwar schon bald.

von unserer Redaktion und dpa
Nach dem Heilbronner Energieversorger Zeag hebt nun auch das Karlsruher Unternehmen EnBW seine Strompreise an.
Nach dem Heilbronner Energieversorger Zeag hebt nun auch das Karlsruher Unternehmen EnBW seine Strompreise an.  Foto: Peter Steffen (dpa)

Haushalte, die ihren Strom von der EnBW beziehen, müssen bald mehr zahlen. Der Energieversorger hebt zum 1. April die Strompreise in der Grund- und Ersatzversorgung Haushaltstrom deutlich an. Diese liegen mit der Maßnahme "zum aktuellen Zeitpunkt leicht über dem Durchschnittspreis im Markt", schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung. 

Damit folgt die EnBW seiner Heilbronner Tochter Zeag, die bereits zum Jahreswechsel ihre Strompreise um 15 Prozent erhöht hatte. Um 5,4 Cent pro Kilowattstunde ging der Verbrauchspreis bei der Zeag nach oben, dazu kam die Erhöhung des Grundpreises. Ab 1. April 2024 steigen die Strompreise bei der EnBW gar um 15,9 Prozent. "Wir haben eine Veränderung am Grundpreis und beim Arbeitspreis", erklärt Pressesprecherin Helen Schneider von der EnBW. Ab 1. April steige der Grundpreis für die Grund- und Ersatzversorgung auf 17,42 Euro pro Monat. Derzeit ist er noch rund sechs Euro günstiger und liegt bei 11,83 Euro. Der Arbeitspreis erhöht sich ab dem 1. April von derzeit 37,31 Cent pro Kilowattstunde auf 41,71 Cent. 

Strompreiserhöhung bei der EnBW: Höhere Netzentgelte

Ein Kostentreiber sei die Erhöhung der Netzentgelte für Haushaltsstrom, teilte EnBW am Dienstag in Karlsruhe mit. "Gleichzeitig sind auch die staatlichen Abgaben, Umlagen und Steuern insgesamt gestiegen, die ebenfalls Teil des Strompreises für Haushalte sind", berichtete das Unternehmen.

Die Ampelkoalition hatte im Dezember im Zuge der Haushaltskrise beschlossen, den Bundeszuschuss zum Netzentgelt von 5,5 Milliarden Euro 2024 zu streichen. Die vier großen Fernleitungsbetreiber Tennet, Amprion, 50Hertz und Transnet BW kündigten daraufhin an, die Netzentgelte zum Jahreswechsel von 3,1 auf 6,4 Cent pro Kilowattstunde mehr als zu verdoppeln. Die Netzentgelte werden üblicherweise auf die Strompreise umgelegt.

EnBW erhöht Strompreise – für wen wird es teurer?

Die Strompreiserhöhung gelte für die Grund- und Ersatzversorgung, wie EnBW mitteilte. Für Wärmestrom-Kunden mit gemeinsamer Messung erhöhen sich demnach die Preise um 4,5 Prozent. 

"Mit der Preismaßnahme zum 1. April 2024 liegt der Preis beim Haushaltsstrom der EnBW in der Grund- und Ersatzversorgung zum aktuellen Zeitpunkt leicht über dem Durchschnittspreis im Markt", schrieb der Versorger. Für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 2900 Kilowattstunden – das entspricht etwa einem drei-Personen-Haushalt – bedeute dies Mehrkosten von monatlich rund 16 Euro. Verbraucher haben bei Preiserhöhungen in der Regel ein Sonderkündigungsrecht

 

Nach oben  Nach oben