Ein Heumilcheis nur mit natürlichen Zutaten
Nina Sohl betreibt in Schrozberg eine einzigartige Eismanufaktur mit einer Eisdiele.

Speiseeis ist nicht Speiseeis. Die Qualität macht den Genuss aus. "Man braucht hochwertige Maschinen, erstklassige natürliche Zutaten und das Wissen", bringt es Eispapst Dario Fontanella auf den Punkt. Der 70-Jährige, der in Mannheim zwei Eisdielen betreibt, die zu den ersten Eis-Adressen des Landes gehören, gilt als Erfinder des Spaghetti-Eises.
Qualität steht auch für Nina Sohl an allererster Stelle. Die 52-jährige betreibt mit Moo in Schrozberg seit einigen Monaten die allererste Eismanufaktur, die Heumilcheis herstellt. "Uns ist die Nachhaltigkeitsgedanke ganz wichtig", betont Sohl. Deshalb nutzt sie Solarspeicher um energieautark zu sein und Zisternen zur Kühlung der Eismaschinen. Und sie verwendet für das Eis ausschließlich natürliche Produkte. So stammt die Milch von artgerecht gehaltenen Kühen, die mit Heu gefüttert werden. Sahne, Butter und Joghurt kommt von der benachbarten Demeter-Molkerei in Schrozberg, die Früchte und Gewürze von ausgesuchten Demeter Höfen aus dem fränkischen Ebermannstadt. Auch der Rübenzucker stammt von Demeter-Betrieben.
Auf künstliche Aromen, Geschmacksverstärker Emulgatoren und Konzentrate verzichtet Moo dagegen ganz. "Das besondere ist auch die Zeit, die Handarbeit und die Liebe , die wir unserem Eis widmen", sagt Sohl. 30 Sorten hat die Eismacherin inzwischen im Angebote, darunter auch exotisches Eis wie Karamell Fleur du Sel, Kurkuma-Mandel, Blutorange-Kurkuma und Schoko-Chilli. 1,50 Euro kostet die Kugel, die man in der Eisdiele Schrooz am Markt kaufen kann. Und der Erfolg gibt Nina Sohl recht. Inzwischen gibt es das Heumilcheis auch in einige Naturkost- und Hofläden in Crailsheim und in Schwäbisch Hall, sowie in der Bio-Rübe bei Edeka-Ueltzhöfer in Heilbronn-Sontheim.


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