Verdi will Busverkehr in Heilbronn am Freitag lahmlegen - auch Bahnen betroffen
Die Gewerkschaft Verdi hat für Freitag, 3. März, Streiks im Nahverkehr mehrere Städte angekündigt. Betroffen ist auch Heilbronn, wo der Busverkehr der Stadtwerke voraussichtlich zum Erliegen kommt. Fahrgäste müssen sich auch auf Störungen bei den Stadtbahnen einstellen.

Laut Verdi in Heilbronn sind die Mitarbeiter der Stadtwerke-Verkehrsbetriebe zum ganztägigen Streik aufgerufen. Er soll morgens um drei Uhr beginnen und 24 Stunden dauern. Die Gewerkschaft geht davon aus, dass an diesem Tag keine Stadtbusse fahren. Regionalbusse, die nicht von den Stadtwerken betrieben werden, sind nicht betroffen. Anders als bei früheren Streiks hat Verdi angekündigt, auch die Leitstelle der Stadtbahnen in den Streik einzubeziehen. So ist mit massiven Einschränkungen des Schienenverkehrs zu rechnen. Möglicherweise können in der Heilbronner Innenstadt am Freitag gar keine Stadtbahnen fahren.
Neben Heilbronn sieben weitere Städte im Südwesten betroffen
Die Gewerkschaft Verdi rief am Dienstag, 28. Februar, die Beschäftigten des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in den acht Städten dazu auf, ganztägig die Arbeit niederzulegen. Dazu gehören neben Heilbronn auch Stuttgart, Freiburg, Mannheim, Ulm, Esslingen, Konstanz und Baden-Baden. Hintergrund ist der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen. Die Gewerkschaft rechnet damit, dass in den betroffenen Städten am Freitag, 3. März, kein ÖPNV fährt. Ähnliche Aufrufe gibt es in fünf weiteren Bundesländern.
Gewerkschaft hat Angebot der Arbeitgeber zurückgewiesen
Die Arbeitgeber hatten bei den bundesweiten Verhandlungen in Potsdam in der zweiten Runde am Donnerstag zwar ein Angebot vorgelegt. Die Gewerkschaften wiesen es aber umgehend zurück. Das Angebot umfasst unter anderem eine Entgelterhöhung von insgesamt fünf Prozent in zwei Schritten und Einmalzahlungen in Höhe von insgesamt 2500 Euro. Verdi und der Beamtenbund dbb fordern 10,5 Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat. Die Arbeitgeberseite hatte die Forderungen als "nicht leistbar" abgelehnt.



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