Der Comer See liegt rund 80 Kilometer nördlich von Mailand und zählt mit mehr als 400 Metern Tiefe zu den tiefsten Seen Europas. Besonders im nördlichen Teil können wechselhafte Winde starken Wellengang erzeugen.
Leiche von vermisstem Vater aus Baden-Württemberg aus Comer See geborgen
Nachdem tagelang nach einem Vater aus dem baden-württembergischen Bühl im Comer See gesucht wurde, herrscht am Samstag traurige Gewissheit. Der Tote wurde von einem Tauchroboter entdeckt.
Ein Familienvater aus Baden-Württemberg galt tagelang als vermisst, nachdem er seine beiden Kinder durch einen Sprung ins Wasser aus dem Comer See gerettet hatte. Am Samstag konnte schließlich die Leiche des 55-Jährigen gefunden werden.
Der Tote wurde in etwa 220 Meter Tiefe von einem ferngesteuerten Tauchroboter entdeckt und dann auch eine größere Strecke nach oben gebracht, wie die Feuerwehr der Gemeinde Lecco mitteile. Geborgen wurde er dann von zwei Tauchern.
Tagelange Suche nach vermisstem Gastronom aus Bühl im Comer See
Der Gastwirt aus Bühl war mit seiner Ehefrau und den zwei Kindern am Montag auf einem gemieteten Boot bei Dorio am Ostufer des Sees unterwegs, der bei deutschen Urlaubern sehr beliebt ist. Aus noch ungeklärter Ursache gingen die Kinder über Bord. Der Mann sprang daraufhin selbst ins Wasser. Die Kinder konnten in Sicherheit gebracht werden. Der Vater tauchte jedoch nicht mehr auf. Vermutet wird, dass er von einer Strömung erfasst wurde.
An der Stelle ist der Comer See sehr tief. Zudem wurde die Suche durch widrige Wetterbedingungen erschwert, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Leiche stehe nun den Justizbehörden für die erforderlichen Untersuchungen zur Verfügung, hieß es.
Vermisster Mann tot aus Comer See geborgen: Bühler Oberbürgermeister bestürzt
Der Mann mit italienischem Wurzeln war in Bühl laut Oberbürgermeister Hubert Schnurr als Gastronom und als Organisator von Afterwork-Partys weithin bekannt. Schnurr sprach jüngst von einem „Riesenschock“: „Die Bestürzung ist nicht nur in der Stadt groß, sondern in der ganzen Region“, sagte der Politiker der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag.
Stimme.de