Keime auf Wurst in Übrigshausener Metzgerei entdeckt – Inhaber äußert sich
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Bei einer Lebensmittelkontrolle in einer Metzgerei-Filiale im Untermünkheimer Teilort Übrigshausen wurden E.coli-Bakterien auf Wurst, Schmutz und Schimmelsporen entdeckt. Was sagt der Inhaber dazu?
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Wer essen geht oder bei lokalen Händlern Lebensmittel kauft, vertraut auf frische Ware und Qualität. Dass das nicht immer der Fall ist, zeigen Fälle wie kürzlich in einer Bäckerei in Güglingen, wo bei einer Lebensmittelkontrolle verdorbene Zutaten entdeckt worden sind. Nun sind die Behörden in einer Metzgerei in Untermünkheim-Übrigshausen fündig geworden und haben Hygienemängel entdeckt. Und das nicht zum ersten Mal.
Das berichtet das Veterinäramt des Landratsamtes Schwäbisch-Hall über die Verbraucherinfo Baden-Württemberg. Dort können Verstöße wie diese öffentlich eingesehen werden. Bereits am 1. Juli 2024 und erneut am 17. Februar 2025 fanden Kontrollen in der Übrigshausener Metzgerei-Filiale von Schäfer Hohenlohe statt.
Kontrolle in Übrigshausener Metzgerei: Behörden finden Keime auf Wurst
Die Metzgerei-Filiale in Untermünkheim-Übrigshausen ist, wie der Verbraucherinfo zu entnehmen ist, binnen weniger Monate zweimal wegen Hygienemängeln auffällig geworden. Die erste Kontrolle fand laut dem Bericht am 1. Juli 2024 statt. Die rohe Bratwurst und das marinierte Geflügelfleisch seien bei zu hohen Temperaturen gelagert worden, sodass Proben entnommen worden sind, heißt es.
„Die Untersuchung ergab bei der Probe Bratwurst roh den Nachweis einer auffällig hohen Belastung an Escherichia coli“, teilte das Veterinäramt mit. Beim Geflügelfleisch wurde eine „erhöhte Keimbelastung“ und eine erhöhte Belastung mit Enterobacteriaceae festgestellt. Die Lebensmittel seien nach der Kontrolle entsorgt worden, heißt es weiter.
Metzgerei-Filiale in Untermünkheim-Übrigshausen: Bei Nachkontrolle Schmutz und Sporen entdeckt
Am 17. Februar schlugen die Behörden für eine Nachkontrolle in der Übrigshausener Metzgerei-Filiale auf – und wurden wieder fündig. Sie entdeckten Zwiebeln und alte Brötchen, die in der Umkleide gelagert worden seien. Zudem sei die Kippbratpfanne im Kochbereich, die Gemüseschneidmaschine in der Vorbereitung sowie ein Schneidbrett im Verkaufsraum „altverschmutzt“ gewesen.
Auch Decken und Wände im Kochbereich, im Kühlraum, in der Reinigungsecke, der Warenanlieferung sowie im Ladenkühlraum seien „versport“ gewesen. Daraufhin seien ein Bußgeld und ein Verwaltungsverfahren eingeleitet worden.
Hygiene und Qualität von Essen: Deshalb gibt es Lebensmittelkontrollen
Regelmäßige Kontrollen der Lebensmittelüberwachungsbehörde in Restaurants und Supermärkten sollen eine hohe Qualität von Lebensmitteln gewährleisten. Dabei müssen nicht nur die Lebensmittel selbst, sondern auch ihre Verarbeitung und Lagerung den gesetzlichen Standards entsprechen.
Zuständig sind laut der Verbraucherinformation des baden-württembergischen Ministeriums für Ernährung, ländlichen Raum und Verbraucherschutzes die unteren Lebensmittelüberwachungsbehörden. Das sind in der Regel die Veterinärämter von Städten oder Landratsämtern.
Hygienemängel in Übrigshausener Metzgerei-Filiale: Das sagt der Inhaber
Die Metzgerei Schäfer Hohenlohe betreibt insgesamt 12 Filialen, unter anderem in Forchtenberg, Kupferzell und Künzelsau. Was sagt Inhaber Harald Schäfer zu den Auffälligkeiten in Untermünkheim-Übrigshausen? Auf Stimme-Nachfrage macht er klar, dass er die Abläufe „weiter optimieren“ möchte und weist darauf hin, dass es ansonsten in keiner weiteren Filiale zu Beanstandungen gekommen sei.
Die Hygienemängel in der Metzgerei-Filiale begründet Schäfer mit einem „hohen Krankenstand“. Er macht klar: „Das hätte nicht passieren dürfen und wird auch nicht wieder passieren.“ Die entsprechenden Mitarbeiter würden erneut geschult und über die Rechtsvorschriften informiert werden.
„Selbstverständlich sind Hygiene und Einhaltung aller Rechtsvorschriften für uns das wichtigste“, erklärt Schäfer. „Unser höchstes Ziel ist es, unsere Kunden mit qualitativ hochwertiger Ware zu versorgen.“
Metzgerei-Filiale wurde zweimal auffällig: Das sagt das Landratsamt
Die Metzgerei-Filiale ist in kurzer Zeit zwei Mal auffällig geworden. Wie häufig dürfen Betriebe gegen die Hygienevorschriften verstoßen, bevor größere Sanktionen und Konsequenzen drohen? Das Landratsamt teilt hierzu mit, dass das grundsätzlich von den Auswirkungen des Hygieneverstoßes abhänge.
Sollten sich jedoch wiederholte Zwangsgelder als unzweckmäßig erweisen, könne, abhängig vom Gefahrenpotential und der Beratungsresistenz, auch eine Schließung angeordnet werden, erklärt Sprecherin Larissa Massorz. „Letztere erfolgt aber unter Berücksichtigung des Verhältnismäßigkeitsgesichtspunktes in der Regel zunächst befristet, solange bis eine befriedigende Mängelbeseitigung festgestellt werden kann.“
Die Ergebnisse der ersten Kontrolle im Juli 2024 sind erst am 20. Januar 2025 veröffentlicht worden. Zu den Hintergründen teilt das Landratsamt Schwäbisch Hall der Heilbronner Stimme mit, dass die Firma vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart gegen die Veröffentlichung vorgehen wollte, „sodass eine Veröffentlichung erst erfolgen konnte, nachdem die Ablehnung dieses Antrages rechtskräftig geworden war“.
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