8. März
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Landtagswahl Baden-Württemberg 2026: Alle Termine, Neuerungen und Fristen

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Am Sonntag, 8. März, wählt Baden-Württemberg einen neuen Landtag. Alle wichtigen Informationen zur Stimmabgabe, Briefwahl und den Neuerungen gibt es hier im Überblick. 

Von Ann-Kathrin Greinert

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Am 8. März 2026 wählt Baden-Württemberg für fünf Jahre einen neuen Landtag. Ein Termin, den sich alle Wahlberechtigten vormerken sollten. Dann entscheidet sich, wer das Bundesland künftig regieren wird. 

Am 8. März 2026 wählt Baden-Württemberg einen neuen Landtag für die kommenden fünf Jahre

Bei der Landtagswahl 2026 entscheiden erstmals zwei Stimmen über die Zusammensetzung des neuen Landtags in Stuttgart. Mit der Erststimme wählen Wahlberechtigte eine Person aus ihrem Wahlkreis. Mit der Zweitstimme wird eine Partei gewählt.

Am 8. März 2026 wird ein neuer Landtag in Baden-Württemberg gewählt.
Am 8. März 2026 wird ein neuer Landtag in Baden-Württemberg gewählt.  Foto: Bernd Weißbrod

Auch neu in diesem Jahr: Jugendliche ab 16 Jahren mit deutscher Staatsangehörigkeit und Hauptwohnsitz in Baden-Württemberg können ebenfalls ihre Stimme abgeben. 

Wahlbenachrichtigungen kommen bis spätestens 15. Februar per Post ins Haus

Spätestens drei Wochen vor der Landtagswahl, am 15. Februar, erhalten alle Wahlberichtigten eine Wahlbenachrichtigung. In den Unterlagen enthalten ist auch der Antrag auf Briefwahl und Informationen zum zugeteilten Wahlraum. Vom 16. bis 20. Februar haben Wähler dann die Möglichkeit die Richtigkeit und Vollständigkeit ihrer Daten im Wählerverzeichnis zu überprüfen. Die Verzeichnisse können in der Gemeindeverwaltung eingesehen werden.

Frist für Briefwahl endet am 6. März um 15 Uhr – Sonderregelungen in Ausnahmefällen

Am 6. März um 15 Uhr endet die letztmögliche Frist für das Beantragen eines Wahlscheins und damit auch für die Briefwahl. Briefwähler müssen bedenken, dass der Brief rechtzeitig vor Schluss der Wahllokale ankommen muss. „In seltenen Fällen – zum Beispiel bei einer plötzlichen Erkrankung – können aber auch nach dieser Frist noch unter bestimmten Umständen Ausnahmen gemacht werden“, schreibt die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (lpb) auf ihrer Webseite. 

Am 8. März wird es dann ernst: Die Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Ausnahmen sind hier nicht ausgeschlossen. Mit der zugeschickten Wahlbenachrichtigung und dem eigenen Ausweis kann gewählt werden. 

Landtagswahlen in Baden-Württemberg eröffnen das Wahljahr 2026 und sind gleich von bundesweiter Bedeutung

Gewählt wird in diesem Jahr nicht nur in Baden-Württemberg sondern auch in Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Mehr als ein Viertel der deutschen Bevölkerung wählen dabei einen neuen Landtag. Baden-Württemberg eröffnet das Wahljahr 2026. Die Wahl steht laut lpb auch im Fokus bundesweiter Beobachtungen. Sie kann als Stimmungstest für die Bundespolitik und die Arbeit der schwarz-roten Bundesregierung gedeutet werden. 

Insgesamt 21 Parteien treten mit einer Landesliste zur Landtagswahl an. Neben 16 weiteren Parteien sind fünf von ihnen schon jetzt in Fraktionsstärke im Landtag vertreten. Diese Parteien vertreten den Landtag aktuell: Die Grünen, CDU, SPD, FDP, AFD.

Gesetzgebung, Kontrolle und Stimmrecht: Die wichtigsten Aufgaben des Landtags in Baden-Württemberg

Wie wichtig es ist am Wahltag ein Kreuzchen zu setzen und damit aktiv im politischen Geschehen mitzuwirken, wird mit Blick auf die Aufgaben deutlich, die der Landtag in Baden-Württemberg einnimmt. Mit die wichtigste ist die Gesetzgebung. Die Abgeordneten diskutieren und stimmen über Gesetzentwürfe ab. Damit aus einem Entwurf ein Gesetz wird, muss die Mehrheit der Abgeordneten zustimmen. Zusätzlich hält der Landtag das Haushaltsrecht, die Abgeordneten entscheiden also über den Landeshaushalt. Ein genauer Haushaltsplan muss dafür von der Regierung vorgelegt werden.  Aufgabe der Opposition ist zudem die parlamentarische Kontrolle. Die Landesregierung muss sich dabei auf Nachfrage vor dem Parlament verantworten. 

Eine wichtige Aufgabe des Landtags ist auch die Wahl des Ministerpräsidenten. Dafür benötigt der Kandidat die Mehrheit der Abgeordneten. Dieses Amt können die Abgeordneten laut lpb aber auch wieder durch ein konstruktives Misstrauensvotum entziehen und einen neuen Ministerpräsidenten wählen.

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