Tödlicher Absturz mit Arbeitsgondel in Horb: Hatte sich Seil verfangen?
Am Dienstag starben drei Bauarbeiter bei einem Arbeitsunfall, sie stürzten mit einer Transportgondel in die Tiefe. Jetzt gibt es neue Anhaltspunkte zum Unfallhergang.
Am Dienstagmittag starben drei Bauarbeiter in Horb am Neckar durch einen Arbeitsunfall. Die drei Männer stürzten in einer Personen-Transportgondel aus noch ungeklärter Ursache ab und verstarben, erklärten die Staatsanwaltschaft Rottweil und das Polizeipräsidium Pforzheim am Mittwochvormittag. Eine Augenzeugin berichtete von einem lauten Knall, Geschrei und Weinen.
Drei Bauarbeiter bei Horb am Neckar gestorben: Stahlseil verfing sich wohl und riss
Am Donnerstagnachmittag teilten die Staatsanwaltschaft und das Polizeipräsidium in einer gemeinsamen Pressemitteilung nun neue Erkenntnisse mit: Nach bisherigen Ermittlungen gibt es erste Anhaltspunkte, dass sich das Stahlseil der Transportgondel während der Beförderung der Bauarbeiter nach oben an querlaufenden Drahtseilen verfangen habe und im weiteren Verlauf gerissen sei.
Die Ermittlungen zu den Umständen, wie es dazu kommen konnte, dauern weiterhin an.
Arbeitsunfall bei Neckartalbrücke: Neue Anhaltspunkte zum Unfallhergang
Am Dienstag, 20. Mai 2025, bestiegen wohl gegen 12.30 Uhr, drei Bauarbeiter – zwei Polen und ein Deutscher – im Alter zwischen 40 und 46 Jahren auf der Baustelle der Neckartalbrücke B32 eine Transportgondel. Diese war mit einem Stahlseil befestigt und wurde durch einen Kran nach oben befördert, um die Personen zu ihrem Arbeitsbereich auf einen Brückenpfeiler zu fahren.
Das Stahlseil riss und die Gondel stürzte aus einer großen Höhe in die Tiefe. Für die drei Bauarbeiter kam jede Hilfe zu spät.
Die Rettungskräfte waren umgehend am Einsatzort und koordinierten alle erforderlichen Maßnahmen. Die Kriminalpolizeidirektion Calw und die Staatsanwaltschaft Rotteweil haben ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, um insbesondere die Unfallursache zu ermitteln.
Stimme.de